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	<title>www.initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de</title>
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	<description>Dokumentation unser Bemühungen um Aufklärung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 10 Apr 2013 04:40:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Aktuelles</title>
		<link>http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=194</link>
		<comments>http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=194#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 04:40:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[10.04.2013 Brief des Vaters eines Betroffenen an P. Dr. Martin Kleer Brief ______________________________________________________________________________ 05.04.2013 Fakt ist: Die Opfer gibt es, es sind viele und es gibt die Täter, die das getan haben Neues im Pressespiegel ______________________________________________________________________________ 04.04.2013 „Ich bin ein durchschnittlicher Niemand aus einem empathielosen Elternhaus, aber mit einem ansehnlichen Körper und ich werde den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>10.04.2013</strong></p>
<p><strong>Brief des Vaters eines Betroffenen an P. Dr. Martin Kleer</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=557">Brief</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>05.04.2013</strong></p>
<p><strong>Fakt ist: Die Opfer gibt es, es sind viele und es gibt die Täter, die das getan haben</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115#PS5-4">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>04.04.2013</strong></p>
<p><em><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=208#DG">„Ich bin ein durchschnittlicher Niemand aus einem empathielosen Elternhaus, aber mit einem ansehnlichen Körper und ich werde den Rest meines Lebens wie irgendein Trottel verbringen und niemand wird das Vergehen an mir sühnen wollen!“</em></p>
<p></a></p>
<p>Bericht eines weiteren Betroffenen</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentar / Pressemitteilung der INITIATIVE dazu</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>02.04.2013</strong></p>
<p><strong>Weitere Betroffene melden sich. Die Zahl der Opfer erhöht sich beständig.</strong></p>
<p>Ein weiterer Betroffener, der sich bisher noch nirgends gemeldet hatte, berichtet ausführlich über wiederholten schweren sexuellen Missbrauch an ihm in den 1970ern im Internat. Der mutmaßliche Täter ist schon vor Jahren verstorben. Bericht folgt.</p>
<p>Siehe auch unseren <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78#Sprachlos">Kommentar</a> hierzu.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.04.2013</strong></p>
<p><strong>Aktualisierung</strong></p>
<p>Die Identität des bisher unbekannten mutmaßlichen Täters konnte mittlerweile geklärt werden.</p>
<p>23.01.2013</p>
<p><strong>Zahl der Opfer und Täter steigt weiter.</strong></p>
<p>Ein weiterer Betroffener meldete sich bei der Initiative und berichtete von sex. Missbrauch Ende der 1980er im Internat.</p>
<p>Der mutmaßliche Täter ist demnach namentlich bisher unbekannt und wurde im Zusammenhang mit Übergriffen unseres Wissens noch nicht genannt.</p>
<p>Siehe auch unseren <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78#Sinn">Kommentar</a> hierzu.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>28.03.2013</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>24.03.2013</strong></p>
<p><strong> Hintergrundinformation zum Scheitern der Mediationsgespräche.</strong></p>
<p>Schreiben der INITIATIVE vom 3.12.2011 an den Mediator Herrn Prof. Dr. Haupert vor dem zweiten Mediationsgespräch, nachdem im ersten Gespräch mit dem Orden das Procedere vereinbart worden war.</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214">Archiv</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.03.2013</strong></p>
<p>Neues in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78" target="_blank">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.03.2013</strong></p>
<p><strong>Und überall das gleiche Bild.</strong></p>
<p>Bittere Bilanz</p>
<p>Rede von Matthias Katsch zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs am runden Tisch.</p>
<p><a href="http://www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2013/02/2013-02-20_Matthias-Katsch_Bilanzrede-Runder-Tisch.pdf" target="_blank">www.eckiger-tisch.de</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>17.03.2013</strong></p>
<p>Ab sofort haben Sie die Möglichkeit, Einträge in unserem <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=1458"><strong>Gästebuch</strong></a> zu hinterlassen.</a>  Bitte beachten Sie, dass die Einträge erst vom Administrator freigeschaltet werden müssen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.03.2013</strong></p>
<p><strong>Neues in Kommentare</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.03.2013</strong></p>
<p><strong>Neues in Kommentare:</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78"> Murmeltier Reloaded</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>27.02.2013</strong></p>
<p><strong>Gespräche gescheitert. Prof. Dr. Haupert erklärt Mediation für beendet.</strong></p>
<p>Im Vorfeld des geplanten Gespräches am 2.3.2013 wurde deutlich, dass der Orden, vertreten durch Herrn Dr. Kleer, weiterhin nicht bereit ist, auf die Betroffenen der INITIATIVE zuzugehen und seine seit drei Jahren unveränderte Position zu überdenken.</p>
<p>Um eine Weiterführung der Mediationsgespräche hatte der Orden gebeten, der Mediator hatte sich dazu bereit erklärt und die INITIATIVE zugestimmt.</p>
<p><strong>Ausgangslage der Gespräche</strong> war von Seiten der INITIATIVE die Forderung:</p>
<p>1. Anerkennung der Tatsache, dass es weit mehr Täter und Opfer gibt als bisher bestätigt nach folgender Definition entsprechend der Leitlinien</p>
<p><strong>Der Begriff des „sexuellen Missbrauchs“ im Sinne der Leitlinien:</strong></p>
<p><em>&#8220;Diese Leitlinien beziehen sich auf Handlungen nach dem 13. Abschnitt<br />
des Strafgesetzbuchs, soweit sie an Minderjährigen begangen werden.</p>
<p>Zusätzlich finden sie entsprechende Anwendung bei Handlungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, die im pastoralen oder erzieherischen sowie im betreuenden oder pflegerischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen eine Grenzüberschreitung darstellen.&#8221;</em></p>
<p>2. Eingeständnis über das institutionelle Wissen darüber</p>
<p>3. Daraus folgend eine Anerkennung der institutionellen Verantwortung</p>
<p>4. Daraus folgend finanzielle Entschädigung</p>
<p>Nachdem der Orden wider besseren Wissens die Punkte 1-3 nach wie vor bestreitet, zeigten sich die Mitglieder der INITIATIVE bereit, ihre Forderungen soweit zu modifizieren, dass zumindest in der Frage der Entschädigungsleistungen eine Lösung hätte erzielt werden können.</p>
<p>Als klar wurde, dass der Orden <strong>in keinem der Punkte von seiner bisherigen Haltung abweicht</strong> und eine von den Leitlinien unabhängige Einigung mit der INITIATIVE kategorisch ablehnt, <strong>erklärte Herr Prof. Dr. Haupert die Gespräche für beendet und das Mediationsverfahren für gescheiter</strong>t. Er sah auf dieser Basis keine Grundlage mehr für eine Vermittlung.</p>
<p>Stellvertretend für Herrn Pater Dr. Martin Kleer (MSC) hatte der Superior des Konventes in Homburg, Herr Pater Limburg (MSC), erklärt:</p>
<p>- Für finanzielle Leistungen gilt (ausschließlich) der Weg der Leitlinien<br />
- Bezüglich neuer Opfer- und Täterzahlen gelten ebenfalls die Leitlinien: Grundlage sind demnach die Berichte/Gesprächsprotokolle Betroffener, die dem Orden vorgelegt werden<br />
- Es gab kein institutionelles Wissen des Ordens über Missbrauch am Johanneums vor dem Jahre 2010.</p>
<p>Auch Herr Dr. Kleer sah keine Grundlage für weitere Gespräche mit Verweis auf die Leitlinien. Man könne sich weiter an den Missbrauchsbeauftragten wenden und entsprechende Anträge stellen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>25.02.2013</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>24.02.2013</strong></p>
<p><strong>Heute um 12.35 in SR 3 Saarlandwelle.</strong></p>
<p>Beitrag zu den Missbrauchsfällen im Gymnasium/Internat der Hiltruper Herz Jesu Missionare (MSC) am Johanneum Homburg.</p>
<p>Vorschau unter:</p>
<p><a href="http://www.sronline.de/sronline/sr3/sendungen_a-z/uebersicht/land_und_leute/sr3_land_und_leute_und_der_rest_ist_schweigen_die_missbrauchsfaelle_am_homburger_johanneum100.html"target="_blank">sr-online</a></p>
<p>Zum Online-Live-Stream</p>
<p><a href="http://www.sronline.de/sronline/sr3/programm/online-radio/sr3_onlineradio100.html"target="_blank">SR 3 Saarlandwelle</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.02.2013</strong></p>
<p><strong>Neues in Kommentare</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Gastkommentar von Jutta Lehnert (KSJ Trier) zur Bischofskonferenz</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.02.2013</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>14.02.2013</strong></p>
<p><strong>Offizielle begleitende Veranstaltungen zur Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischöfe vom 18. bis 21.02.2013 in Trier</p>
<p></strong></p>
<p>Bündnis Veranstalter/Mitwirkende:</p>
<p>Saarbrücker Initiative gegen sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche<br />
<a href="http://www.ksj-trier.de/" target="_blank">KSJ Diözesanverband Trier</a><br />
<a href="http://www.ikvu.de/" target="_blank">Initiative Kirche von Unten</a><br />
<a href="http://www.wir-sind-kirche.de/" target="_blank">Wir sind Kirche</a><br />
<a href="http://www.publik-forum.de/Wir-ueber-uns/Leserinitiative/ziele-und-aufgaben" target="_blank">Leserinitiative Publik Forum</a><br />
<a href="http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/"target="_blank">MissBiT</a><br />
<a href="http://www.schafsbrief.de/aktuelles-1/" target="_blank">schafsbrief.de</a><br />
<a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/" target="_blank">Initiative Ehemaliger Johanneum Homburg</a></p>
<p>Nähere Infos unter</p>
<p><a href="http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/2013/01/begleitende-veranstaltungen-zur.html"target="_blank">http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/2013/01/begleitende-veranstaltungen-zur.html</a></p>
<p>und</p>
<p><a href="http://www.schafsbrief.de/begleitveranstaltung-vom-18-02-21-02-2013-in-trier/"target="_blank">http://www.schafsbrief.de/begleitveranstaltung-vom-18-02-21-02-2013-in-trier</a>/</p>
<p>Spenden zur Unterstützung bitte an:</p>
<p>Konto: KSJ e.V.<br />
Kontonummer: 3006225011<br />
BLZ: 370 601 93 (Pax-Bank Trier)<br />
Stichwort: &#8220;AUFKLÄRUNG&#8221;</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>08.02.2013</strong></p>
<p><strong>Termin für das nächste Gespräch der INITIATIVE und Ordensvertretern: 02.03.2013</strong></p>
<p><strong>Auf der Tagesordnung:</strong></p>
<p>1. Institutionelle Verantwortung<br />
2. Fallzahlen<br />
3. Entschädigungsleistungen</p>
<p><strong>Das Verfahren:</strong></p>
<p>Wir bitten alle Betroffenen, die Übergriffe erlebt haben sowie Zeugen der Geschehnisse um Mitwirkung.</p>
<p><strong>Vorbemerkung:</strong></p>
<p>Grundsätzlich wird vereinbart, dass nur Aussagen Grundlage des Gespräches sein<br />
können, die mit Namen unterzeichnet bei dem unabhängigen, neutralen Mediator oder dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens vorliegen. Anonymität kann zugesichert werden.</p>
<p><strong>Vorgehensweise:</strong></p>
<p>1. Fälle/Aussagen Betroffener und Erklärungen von Zeugen, mit Namen und Unterschrift unterzeichnet, können postalisch an den Mediator geschickt werden. Anonymität sowohl der INITIATIVE als auch dem Orden gegenüber wird zugesichert, nur der Mediator ist zur<br />
Einsicht berechtigt. Verwaltet wird der Posteingang vom Justiziar im Prüfungsamt der KFH Mainz.</p>
<p>Bitte senden Sie ihre Erklärung an:</p>
<p>Prof. Dr. B. Haupert<br />
Katholische Hochschule Mainz<br />
FB Soziale Arbeit<br />
Saarstraße 3<br />
D-55122 Mainz</p>
<p>2. Aussagen und Erklärungen gemäß der Vorgaben unter Punkt 1 können auch per e-mail<br />
an den Ansprechpartner der INITIATIVE geschickt werden. Diese werden auf Wunsch an<br />
den Mediator weiter geleitet.</p>
<p>Unsere Kontaktadresse:</p>
<p>betroffene@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de</p>
<p>3. Die Fälle der Mitglieder der INITIATIVE liegen dem Mediator vor. Diese sendeten wir größtenteils als Kopie auch an den den ehem. Missbrauchsbeauftragten des Ordens, den jetzigen Provinzial Herrn Pater Dr. Kleer, zur Kenntnisnahme.</p>
<p>4. Betroffene können sich auch weiterhin direkt an den Missbrauchsbeauftragten des Ordens wenden.</p>
<p><a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">www.hiltruper-missionare.de</a></p>
<p>5. Bei Rückfragen steht ihnen der Ansprechpartner der INITIATIVE, Florian Schilling, gerne auch telefonisch oder oder per e-mail zur Verfügung.</p>
<p>E-mail: zanshin@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de<br />
Tel.: 0171/8921651</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>06.02.2013</strong></p>
<p>Zusammenarbeit der INITIATIVE und des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachen unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Christian Pfeiffer</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/wp-content/uploads/2011/02/kfn.pdf"target="_blank"><strong>Aufruf an Betroffene von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche! KFN-Opferbefragung wird fortgeführt </strong></a></p>
<p>&#8220;Es geht darum, die Entstehung und den Verlauf des Missbrauchsgeschehens aus der Sicht der Betroffenen nachzuvollziehen und zu klären, welche Folgen die Taten bei ihnen ausgelöst haben. Zudem soll die Studie klären, wie sich die Katholische Kirche gegenüber Tätern und Opfern verhalten hat.&#8221;</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.01.2013</strong></p>
<p>Neues in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78" target="_blank">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.01.2013</strong></p>
<p><strong>Zahl der Opfer und Täter steigt weiter.</strong></p>
<p>Ein weiterer Betroffener meldete sich bei der Initiative und berichtete von sex. Missbrauch Ende der 1980er im Internat. Der mutmaßliche Täter ist demnach namentlich bisher unbekannt und wurde im Zusammenhang mit Übergriffen unseres Wissens noch nicht genannt.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.01.2013</strong></p>
<p><strong>Die Münstersche Zeitung zum Tod von Pater Heinz R. im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115"target="_blank">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p></strong></p>
<p><strong>10.01.2013</strong></p>
<p><strong>Pater Heinz Rohenkohl ist tot.</strong></p>
<p><a href="http://saarbruecker-zeitung.trauer.de/Traueranzeige/Heinz-Rohenkohl"target="_blank">Anzeige in der SZ</a> und <a href="http://www.wn-trauer.de/heinz-rohenkohl-2012-12-27-hiltrup.a-619346.html"target="_blank">in der WN</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>10.01.2013</strong></p>
<p><strong>Aufarbeitung gescheitert. Bischofskonferenz kündigt die Zusammenarbeit mit dem kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen unter Leitung von Prof. Pfeiffer auf.</strong></p>
<p>Mehr dazu im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115"target="_blank">Pressespiegel</a></p>
<p><strong>10.01.2013</strong></p>
<p><strong>Durch sexuellen Missbrauch am Johanneum geschädigter ehemaliger Schüler erhält Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz.</strong></p>
<p>Der Betroffene hatte einen entsprechenden Antrag beim Landesamt für Soziales im Saarland nach dem Opferentschädigungsgesetz gestellt.</p>
<p>Bescheinigt wurde ein<strong> vorsätzlicher, rechtswidriger tätlicher Angriff</strong> im Sinne dieses Gesetzes. Als Folge dieser Taten wurden erhebliche Beeinträchtigungen festgestellt und bescheinigt.</p>
<p>Dem Betroffenen wurde die Zahlung monatlicher Versorgungsbezüge durch das Landesamt zugesprochen.</p>
<p>Hochgerechnet auf die zu erwartende Dauer der Zahlungen liegen diese insgesamt um ein Vielfaches höher als die von den kirchlichen Institutionen als &#8220;symbolische Anerkennung&#8221; in Aussicht gestellten Zahlungen bis max. 5000,- €</p>
<p>Einen Anspruch der Richtlinien der DOK gemäß hat der Betroffene bisher beim Orden nicht geltend gemacht und keinen Antrag auf Zahlung dieser &#8220;symbolischen Anerkennung&#8221; gestellt.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>20.12.2012</strong></p>
<p><strong>Gespräche werden fortgeführt</strong></p>
<p>Der Orden, vertreten durch Herrn Provinzial Pater Dr. Kleer (MSC) ist bereit, die Gespräche unter Leitung Herrn Prof. Dr. Hauperts als Mediator fortzuführen. Ein Gespräch der Opfervertreter/innen der INITIATIVE mit dem Mediator ist auf Anfang Februar terminiert.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>30.11.2012</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Aktuelles zum Thema sexueller Missbrauch in Schulen und Institutionen.</p>
<p></strong></p>
<p>Andreas Huckele erhält &#8220;Geschwister-Scholl-Preis&#8221; für sein Buch &#8220;Wie laut soll ich denn noch schreien?&#8221;.</p>
<p>Die beeindruckende Rede von Andreas Huckele bei der Preisverleihung im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115" target="_blank">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>17.11.2012</strong></p>
<p><strong>Weiterführung der Mediationsgespräche</strong></p>
<p>Als Vertreter des Ordens erklärt Herr Pater Dr. Martin Kleer (MSC), die Gespräche mit der INITIATIVE fortführen zu wollen. Der Mediator Herr Prof. Dr. Haupert wurde von ihm nach eigener Angabe dahingehend kontaktiert.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>03.11.2012</strong></p>
<p><strong>Bericht eines weiteren Betroffenen</strong></p>
<p>Ein ausführlicher Bericht eines weiteren Betroffenen, der bisher noch nicht schriftlich bei den Ansprechpartnern vorlag, ist heute bei der INITIATIVE eingetroffen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.11.2012</strong></p>
<p><strong>Weiterführung der Mediationsgespräche möglich</strong></p>
<p>Auf Nachfrage erklärt Herr Prof. Dr. Haupert, er stehe für weitere Mediationsgespräche zur Verfügung. Die INITIATIVE begrüßt die Bereitschaft des Mediators, die Gespräche fortzuführen. Auch die INITIATIVE ist weiter gesprächsbereit. Provinzial Herr Pater Dr. Kleer (MSC) wurde heute darüber in Kenntnis gesetzt.</p>
<p><strong>Anmerkung 04.11.2012:</strong></p>
<p>Die Antwort auf zwei diesbezügliche Schreiben vom 01.11. und 04.11. an Herrn Pater Provinzial Dr. Martin Kleer steht noch aus. (Red.)</p>
<p><strong>Anmerkung 10.11.2012</strong></p>
<p>Provinzial Herr Pater Dr. Kleer kündigte am 4.11.2012 auf Nachfrage per mail an, am darauffolgenden Tag Kontakt zu Herrn Prof. Dr. Haupert aufnehmen zu wollen.<br />
Eine Bestätigung liegt uns derzeit noch nicht vor.</p>
<p>(Red.)</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.11.2012</strong></p>
<p><strong>Zahl der Betroffenen steigt weiter</strong></p>
<p>Aufgrund der Berichterstattung in Rundfunk und Fernsehen meldet sich ein weiterer Betroffener bei der INITIATIVE.</p>
<p>Neues auch in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78" target="_blank">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>31.10.2012</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115" target="_blank">Pressespiegel</p>
<p></a></p>
<p>und in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78" target="_blank">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>30.10.2012</strong></p>
<p><strong>Prof. Dr. Haupert in &#8220;Aktueller Bericht&#8221; </strong></p>
<p><a href="http://sr-mediathek.sr-online.de/beitrag_Video.php?id=14953&#038;autoplay=1&#038;startvid=8" target="_blank">sr-online.de</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.10.2012</strong><br />
<strong>Die INITIATIVE in Radio und Fernsehen:</strong></p>
<p><a href="http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/Johanneum_streit_Mediator_Entschaedigung100.html" target="_blank">sr-online.de</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>26.10.2012</strong><br />
<strong>Orden ernennt neuen Missbrauchsbeauftragten.</strong></p>
<p>Nach der Wahl des bisherigen Missbrauchsbeauftragten Hern Pater Dr. Martin Kleer (MSC) zum Provinzial ernennt der Orden den pensionierten Chefarzt und Protestant Harald Lehmann aus Zweibrücken zum Missbrauchsbeauftragten.</p>
<p>Pater Dr. Martin Kleer stand als Missbrauchsbeauftragter in der Kritik, da ihm als Mitglied des Provinzrates des Ordens, Mitgesellschafter der Hiltruper-Missionare-GmbH und Altschüler des Johanneums mangelnde Unabhängigkeit, fehlende Objektivität und Neutralität von Betroffenen vorgeworfen wurde.</p>
<p>Mehr dazu im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115" target="_blank">Pressespiegel</p>
<p></a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>13.10.2012</strong><br />
<strong>Vier weitere Täter<br />
Am Johanneum gab es offenbar mehr Übergriffe als bisher bekannt</strong></p>
<p>mehr dazu im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>unser Kommentar dazu:</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.10.2012</strong></p>
<p><strong>Missbrauchsbeauftragter Pater Dr. Kleer wird neuer Provinzial</strong></p>
<p><a href="http://www.hiltruper-missionare.de/aktuelles.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de/aktuelles.html</a></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>13.9.2012</strong></p>
<p><strong>Der Mediator Prof. Dr. Haupert legt offiziell sein Mandat nieder</strong></p>
<p>Anlass für die Niederlegung des Mandates ist die Ankündigung juristischer Schritte durch einen Rechtsanwalt in Münster in Vertretung des Ordensmitgliedes Pater P. bereits Anfang Juli 2012. Der Mediator habe im Gespräch Anschuldigungen gegen Pater P. erhoben, so die Begründung des Anwaltes für die Einleitung juristischer Schritte. Die unrichtige Annahme, Herr Prof. Dr. Haupert habe beim Mediationsgespräch in Kaiserslautern eine Äußerung in diesem Sinne gemacht, konnte richtig gestellt werden. Auf dieser Basis sah Herr Dr. Haupert jedoch keinen Sinn, seine Aufgabe weiter wahrzunehmen und kündigte diese Entscheidung bereits am 21.7.2012 per e-mail an.</p>
<p>Die Unterlagen werden an die Absender zurückgeschickt.</p>
<p>Ein Angebot, die Gespräche weiterzuführen, liegt von Seiten des Ordens nicht vor. Vielmehr heißt es in einem Schreiben des Missbrauchsbeauftragten Herrn Dr. Kleer an Herrn Prof. Dr. Haupert am 20.7.2012 :</p>
<p>Der Initiativkreis gehe einen “Weg des Versteckspielens”. Ein Opfer wolle “seinen Fall melden oder nicht!” Die Berichte anderweitig einzuschicken gleiche einem “Redeverbot”. Dadurch komme der Mediator “unnötig in die “Schusslinie”. Nur die Berichte, die dem Orden selbst vorlägen, zählten. Der Initiativkreis suche “die Konfrontation über die Medien”, was durch diverse Presseartikel und Leserbriefe deutlich werde, und entziehe damit den “Gesprächen die Basis”. Somit könne es keine Fortführung der Gespräche geben. “Einen Weg an den Leitlinien vorbei” gebe es nicht und weitere Gespräche erübrigten sich, solange die Betroffenen die Richtlinien ablehnten.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.06.2012</strong></p>
<p><strong>Konsequenzen für Täter:</strong></p>
<p>Zwei der Täter wurden mittlerweile auf Initiative der Ordensleitung kirchenrechtlich sanktioniert:<br />
<a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html</a></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Anmerkung der Redaktion: Der Vermerk über die Strafdekrete, in dem zwei der Täter namentlich genannt wurden, wurde nach 2 Wochen wieder von der Homepage der Hiltruper Missionare entfernt. Information zu den Strafdekreten finden Sie u. a.</span> <a href="http://www.pfaelzischer-merkur.de/sz-berichte/homburg/Homburg-Harte-Strafen-fuer-Missbrauchstaeter;art2802,4323033" target="_blank">hier</a></p>
<p>“Der heute 68-Jährige Missbrauchstäter Pater W., dem die schlimmsten Übergriffe zugeschrieben werden, wird demnach, wie es im Wortlaut heißt, “hiermit dauerhaft jeglichen Dienstes in der Kirche enthoben und ihm geboten, ein Leben des Gebetes und der Buße innerhalb einer Kommunität der Ordensgemeinschaft zu führen, die ihm von seinem Provinzial zugewiesen wird. Pater W. kann die heilige Messe feiern oder konzelebrieren, jedoch ohne Teilnahme der Gläubigen”. Das Dekret zum zweiten, heute 75-jährigen Täter Pater R. lautet: “Ihm wird hiermit dauerhaft jeglicher unbeaufsichtigter Kontakt mit Minderjährigen untersagt. Zweck dieser Disziplinarmaßnahme ist es, jedes Ärgernis unter den Gläubigen zu vermeiden und mögliche Gefährdungen für Minderjährige auszuschließen. Pater R. darf lediglich dort eingesetzt werden, wo keine Möglichkeit eines unbeaufsichtigten Kontaktes mit Minderjährigen besteht”.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.06.2012</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>Unser Kommentar dazu: <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78"> Kommentare</a></p>
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<p><strong>29.5.2012</strong></p>
<p><strong>Gespräch von Vertretern der INITIATIVE mit dem Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Martin Kleer (MSC), Provinzial Herrn Pater Werner Gahlen (MSC) und Herrn Pater Hans Ollertz (MSC) unter Leitung des Mediators Herrn Prof. Dr. Haupert in Kaiserslautern.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Opfer und Täter:</span></p>
<p>In dem Gespräch wurde deutlich, dass von zahlreichen weiteren Opfern auszugehen ist. Bis zu 18 Betroffene haben sich nach den Erkenntnissen bisher an verschiedene Ansprechpartner gewendet, nur ein Teil davon an den Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Martin Kleer. Es ist von bis zu 8 Mitgliedern des Ordens auszugehen, die in den Jahren 1970 bis 2000 grenzverletzendes Verhalten gegenüber Kindern und Jugendlichen zeigten. Diese Grenzüberschreitungen beeinhalten unangemessene und unerwünschte körperliche Nähe, sexuell motivierte Berührungen und Übergriffe, exhibitionistisches Verhalten, sexuellen Missbrauch und Zwang zu sexuellen Handlungen von Kindern bis hin zu Oral- und Geschlechtsverkehr mit schutzbefohlenen Jugendlichen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kenntnis über Übergriffe von Ordensmitgliedern innerhalb der Institution:</span></p>
<p>Die Tatsache, dass bereits im Jahr 1981 sowie im Jahr 1986 der sexuelle Missbrauch an Kindern durch zumindest einen der Täter teilweise innerhalb des Ordens und auch der damaligen Ordensleitung bekannt war, wurde wie auch das interne Wissen von Ordensmitgliedern in verantwortlicher Position über Vorwürfe gegen weitere Ordensmitglieder vor Februar 2010 nicht mehr weiter angezweifelt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Information der Öffentlichkeit:</span></p>
<p>Der Orden zeigte sich zum Zeitpunkt des Gespräches darüber hinaus noch nicht bereit, die Erkenntisse über Zahlen von Opfern und Tätern offiziell als Tatsache anzuerkennen und die Stellungnahmen auf der Homepage des Johanneums und auf der Seite der Hiltruper Missionare zu überarbeiten, da Stellungnahmen Betroffener und Zeugen teilweise ausschließlich dem Mediator, teils unter Inanspruchnahme seiner Verpflichtung zur Wahrung der Anonymität, vorliegen. Dies betrifft auch die Erkenntnisse anderer Ansprechpartner wie die des ehemaligen Ombudsmannes des Bistums Speyer, der INITIATIVE oder der Hotline der kath. Kirche in Trier.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ansprechpartner:</span></p>
<p>Hinweis: Der auf der Seite des Johanneums als Ansprechpartner genannte ehemalige sog. „neutrale Ermittler“ des Ordens übt diese Funktion seit über einem Jahr nicht mehr aus.</p>
<p>Mögliche Ansprechpartner für Betroffene sind nach dem beschriebenen Procedere auf unserer Startseite <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/" target="_blank">http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/</a> :</p>
<p>Der Missbrauchsbeauftragte des Ordens, Herr Pater Dr. Martin Kleer (MSC), Kontaktadresse hier: <a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html</a></p>
<p>Der Mediator der Gespräche Herr Prof. Dr. B. Haupert<br />
Katholische Hochschule Mainz<br />
FB Soziale Arbeit<br />
Saarstraße 3<br />
D-55122 Mainz</p>
<p>oder</p>
<p>die INITIATIVE unter der Kontaktadresse<br />
zanshin@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de<br />
Tel.: 0171/8921651</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Therapiekosten und finanzielle Leistungen:</span></p>
<p>In der Frage der Therapiekostenübernahme zeigte sich der Orden bereit, alle Kosten für Therapien auch über die Vorgaben der Richtlinien der DOK und DBK hinaus zu übernehmen. In drei Fällen geschieht dies bereits. Drei weitere Betroffene haben nach Angabe Herrn Pater Dr. Martin Kleers bisher Anträge auf „finanzielle Anerkennung des Leids“ gestellt und finanzielle Leistungen den Richtlinien gemäß erhalten.<br />
Über Krankenkassen und Therapeuten gibt es Möglichkeiten, die Übernahme von Therapiekosten einzufordern, ebenso gibt es die Möglichkeit, über das Opferentschädigungsgesetz Anträge auf Entschädigungsleistungen zu stellen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Konsequenzen für Täter:</span></p>
<p>Zwei der Täter wurden mittlerweile auf Initiative der Ordensleitung kirchenrechtlich sanktioniert:<br />
<a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weiteres Verfahren:</span></p>
<p>Sowohl mit den Ordensvertretern als auch mit der INITIATIVE werden Einzelgespräche mit dem Mediator Herrn Prof. Dr. Haupert durchgeführt werden. Für das 4. Quartal 2012 ist danach ein weiteres Gespräch mit dem Orden und der INITIATIVE geplant.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Forderungen der INITIATIVE im weiteren Verfahren:</span></p>
<p>Die Vertreter der INITIATIVE machten erneut deutlich, dass sie eine den Tatsachen angemessene Information der Öffentlichkeit durch den Orden erwarten.</p>
<p>Die INITIATIVE fordert eine Anerkennung und Übernahme der Verantwortung des Ordens als Institution für das Fehlverhalten einiger seiner Mitglieder, ein den Bedürfnissen der Opfer entsprechendes Verfahren bei dem Versuch der Aufarbeitung der Missbrauchserfahrungen sowie eine Anerkennung des widerfahrenen Unrechts und der Gewalt in einer Form, die deutlich über die Vorgaben der Richtlinien der DOK und DBK hinausgeht.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>Nächste Termine:</strong></p>
<p><strong>11.5.2012</strong></p>
<p>Jour Fixe in Berlin mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Herrn Johannes-Wilhelm Rörig. <a href="http://beauftragter-missbrauch.de/" target="_blank">http://beauftragter-missbrauch.de/</a></p>
<p>Da sechs neue Initiativen mit den Schwerpunkten Familiärer Missbrauch, Katholische Kirche, Heime, Missbrauch von Jungen und der Selbsthilfebereich hinzugekommen sind, werden nun neben Vertretern der INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG insgesamt 17 Betroffeneninitiativen teilnehmen.</p>
<p><strong>29.5.2012</strong></p>
<p>Gespräch von Mitgliedern der INITIATIVE mit dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens Herrn Pater Dr. Martin Kleer unter Leitung des Mediators Herrn Prof. Dr. Haupert in Kaiserslautern. An dem Gespräch werden auch Herr Pater Gahlen und Herr Pater Ollertz teilnehmen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>14.04.2012</strong></p>
<p><strong>Proteste bei der “Heilig-Rock-Wallfahrt”</strong></p>
<p>Gemeinsam mit anderen Betroffeneninitiativen wie <a href="http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/" target="_blank">“Missbit”</a> und <a href="http://www.schafsbrief.de/aktuelles/" target="_blank">“Schafsbriefe”</a> protestierten anlässlich der Eröffnung der Wallfahrt Mitglieder der INITIATIVE gegen den Umgang der kath. Kirche mit den Opfern sexueller Gewalt.</p>
<p>Die Kirche habe sich in den vergangenen zwei Jahren vorwiegend um die Opfer gekümmert, mit der Frage wie mit den Tätern umzugehen sei, müsse man sich weiter auseinandersetzen, so Bischof Ackermann.</p>
<p>Richtig aus Sicht Betroffener ist, dass beim Umgang mit den Tätern umgedacht werden muss und demenstprechende Maßnahmen und Sanktionen erfolgen müssen. Dass sich die Kirche um die Opfer gekümmert habe, stößt bei diesen jedoch auf scharfe Kritik. Von einem für Betroffene annehmbaren Verhalten/Verfahren gegenüber den Opfern ist die Kirche sehr weit entfernt</p>
<p>Die Richtlinien der DOK und DBK sind weder für den Umgang mit den Opfern noch für den Umgang mit den Tätern geeignet. Die Opfer sexueller Gewalt darf man nicht aus den Augen verlieren, denn um diese muss es in erster Linie gehen. Auch in diesem Punkt müssen die Richtlinien umfassend neu erarbeitet werden. Die Betroffenen fordern:</p>
<p>1. Umfassende Aufklärung<br />
2. Angemessene Entschädigung durch die Täter, die Verantwortlichen und deren Institutionen<br />
3. Täter und verantwortliche Mitwisser nachhaltig aus dem Verkehr ziehen<br />
4. Dadurch ein deutliches Signal im Sinne der Prävention</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/wp-content/uploads/2011/02/Positionspapier.pdf" target="_blank">Positionspapier der INITIATIVE</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>13.04.2012</strong></p>
<p><strong>Kontaktaufnahme</strong></p>
<p>Aufgrund technischer Probleme war die Mail-Adresse des Ansprechpartners der INITIATIVE vorübergehend nicht erreichbar. Das Problem ist behoben und Sie erreichen den Ansprechpartner wieder unter</p>
<p>zanshin@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de</p>
<p>Tel.: 0171-8921651 (ab 16.00)</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>8.04.2012</strong></p>
<p><strong>Protest gegen den Umgang der katholischen Kirche mit den Opfern von Gewalt und Missbrauch vor dem Trierer Dom.</strong></p>
<p>Gemeinsam mit der Opferinitiative <a href="http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/" target="_blank">MissBit</a>, der Initiative <a href="http://www.schafsbrief.de/aktuelles/" target="_blank">schafsbrief</a>, dem Dokumentartheater Berlin sowie der Duisburger Kanzlei Sehr &amp; Baier protestierten am Ostersonntag Mitglieder der INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG vor dem Dom in Trier. Der Protest richtete sich gegen die jahrzehntelange Verübung von Gewalt und sexuellen Verbrechen an Kindern und Jugendlichen durch Geistliche der kath. Kirche und deren Institutionen.</p>
<p>Gekleidet in Mönchskutten machten die Protestierenden mit Texttafeln in der Hand stumm auf die leidvollen Erfahrungen der Opfer aufmerksam und verteilten Flyer und Ostereier.</p>
<p>Stellvertretend für viele Betroffene wurde bei der Aktion die bisherige Haltung der kath. Kirche und des Missbrauchsbeauftragten der katholischen Kirche, Bischof Stephan Ackermann, beim Umgang mit den Opfern und Tätern kritisiert. Im Bistum Trier sind wie auch in anderen Bistümern nach wie vor mehrere Täter als Priester tätig.</p>
<p>Nach seit nunmehr über zwei Jahren andauernden Protesten zog Bischof Ackermann nun endlich die Überarbeitung der Leitlinien und die Entbindung der Täter von allen seelsorgerischen Diensten in Erwägung.</p>
<p>Wir erwarten, dass den Worten – auch im Sinne des in der Osterbotschaft Bischof Ackermanns angemahnten “Aufbruchs” – wahrhafte Taten folgen.</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">mehr dazu im Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>7.04.2012</strong></p>
<p><strong>Beschwerde beim europäischen Gerichtshof</strong></p>
<p>Die INITIATIVE unterstützte die Petition von Norbert Denef (NetzwerkB) an den Deutschen Bundestag zur Aufhebung der zivilrechtlichen Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch. Der Deutsche Bundestag hat die Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ abgelehnt.</p>
<p>Deshalb hat Herr Denef beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.</p>
<p>Unterstützen Sie bitte die Forderung nach der Aufhebung der Verjährungsfristen bei NetzwerkB mit ihrer Unterschrift: <a href="http://netzwerkb.org/petition/" target="_blank">http://netzwerkb.org/petition/</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/" target="_blank">http://netzwerkb.org/</a><br />
<a href="http://netzwerkb.org/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/Beschwerde_12805_09.pdf</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.03.2012</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zum Thema Aufklärung auf katholisch</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>20.03.2012</strong></p>
<p><strong>Aktueller Stand:</strong></p>
<p>Die Zahl der Betroffenen sexueller Gewalt/ sexuellen Missbrauchs am Johanneum, die sich bisher selbst an die Ansprechpartner des Bistums Speyer, an Bischof Ackermann im Bistum Trier, an den Missbrauchsbeauftragten des Ordens und an den Ansprechpartner der INITIATIVE gewendet haben, beträgt nach unseren Erkenntnissen derzeit mindestens 14.<br />
______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.03.2012</strong></p>
<p><strong>Gespräch der INITIATIVE mit dem Schulelternbeirat.</strong></p>
<p>Auf Einladung des Schulelternbeirates fand ein Gespräch von Mitgliedern der INITIATIVE mit den Elternvertretern/innen am Johanneum statt. Die Vertreter der INITIATIVE erwartete ein aufmerksames und engagiertes Gremium und wir bedanken uns für die offene und konstruktive Atmosphäre. Die Elternvertreter/innen wurden über den aktuellen Stand der Dinge informiert mit einer anschließenden offenen Gesprächsrunde.</p>
<p>Im Vorfeld der Sitzung wurde das am 20.6.2011 für spätestens Februar 2012 geplante Gespräch mit dem Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Kleer (MSC) unter Leitung des Mediators Herrn Prof.Dr.Haupert aus zeitlichen Gründen von Herrn Dr. Kleer auf Mai 2012 verschoben. Es wäre im Hinblick auf die SEB-Sitzung sicher sinnvoll gewesen, die ursprüngliche Vereinbarung einzuhalten.</p>
<p>Ein weiteres Gespräch “unter vier Augen”, um welches Herr Pater Ollertz (MSC) die Betroffenen bat, sollte ursprünglich ebenfalls an diesem Wochenende stattfinden. Dieses wurde von Herrn Pater Ollertz aufgrund eines Konventsbeschlusses abgesagt.<br />
Gespräche mit Betroffenen seien ausschließlich im Beisein des vom Provinzrat als Mittler und Gesprächspartner eingesetzten Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Kleer zu führen.<br />
Pater Ollertz hatte im Februar 2010 Verantwortung für sein Verhalten übernommen und wiederholt darauf hingewiesen, bereits im Jahr 1981 den Ordensoberen informiert zu haben. Er wurde vom Bistum Speyer aller seelsorgerischen Aufgaben entbunden.<br />
______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>18.03.2012</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zum Thema Bischof Ackermann schont Pädophile</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.02.2012</strong></p>
<p><strong>Entwicklung am Johanneum.</strong><br />
Zahl der Neuanmeldungen drastisch gesunken.</p>
<p>Näheres dazu im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.02.2012</strong></p>
<p><strong>Die INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG feiert einjähriges Bestehen.</strong></p>
<p>Nach einer einjährigen Vorlaufzeit als “Johanneumskreis” wurde die INITIATIVE am 12.2.2011 gegründet. Wir verstehen uns als unabhängige und von Betroffenen legitimierte Ansprechpartner. Unsere Aufgaben sehen wir in der Aufklärung, in der Dokumentation der Aufarbeitung, im Austausch und der Vernetzung untereinander und mit anderen Initiativen, in der Hilfe füreinander und im Eintreten für die Anliegen Betroffener. Diese Aufgaben nehmen wir zunehmend auch bundesweit auf politischer Ebene wahr.</p>
<p>Eine Chronik unserer Tätigkeit finden Sie hier: <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=113">Chronik<br />
</a><br />
In diesem Sinne werden wir unsere Arbeit auch weiterhin fortsetzen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>03.02.2012</strong></p>
<p><strong>Zahl der Opfer erhöht sich weiter / Neue Stellungnahme des Ordens</strong><br />
<a href="http://hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">hiltruper-missionare.de</a></p>
<p>Unseren Kommentar dazu finden Sie <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">hier.</a></strong></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>30.01.2012</strong></p>
<p><strong>Den gemeinsam erarbeiteten Forderungskatalog des Jour Fixe und unser Positionspapier finden Sie jetzt im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214">Archiv</a>.</strong></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.01.2012</strong></p>
<p><strong>Neues in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></strong></p>
<p><strong>______________________________________________________________________________</strong></p>
<p><strong>27.01.2012 Jour Fixe in Berlin</strong></p>
<p><strong>Berlin/ Treffen von Betroffeneninitiativen mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des Sexuellen Missbrauchs, Herrn Rörig.</strong></p>
<p>Einzelheiten über das Treffen, die Vorstellung der Initiativen und ihrer Positionen:</p>
<p><a href="http://www.beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=31" target="_blank">http://www.beauftragter-missbrauch.de</a></p>
<p>Die gemeinsam erarbeitete Agenda des Jour Fixe und unser Positionspapier finden Sie im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214">Archiv</a>.<br />
Das nächste Gespräch in Berlin ist auf den 11. Mai 2012 terminiert.</p>
<p>Erste Pressestimmen im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel </a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>15.01.2012</strong></p>
<p>Die Geschäftsstelle Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs lädt die Vertreter von Betroffeneninitiativen am 27.1.2012 zum “jour fixe” nach Berlin ein.</p>
<p>Zwei Vertreter der INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG werden an dem Treffen teilnehmen und unsere Positionen bezüglich des Umgangs mit den Missbrauchsfällen darlegen.</p>
<p>Kernpunkte unserer Forderungen sind die Schaffung kompetenter unabhängiger Anlaufstellen/Beratungsstellen für Betroffene sowie die Schaffung entsprechender Gesetzesgrundlagen, die eine lückenlose Aufklärung durch übergeordnete staatliche Stellen auch bei einer strafrechtlichen Verjährung zulassen.</p>
<p>Die Durchsetzung des Anspruchs auf angemessene Entschädigung und Übernahme aller Therapiekosten durch die jeweilige Institution, in der Missbrauch geschah, muss unabhängig von den Richtlinien der DOK und DBK auch bei verjährten Ansprüchen gewährleistet werden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.12.2011</strong></p>
<p>Der neue Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Herr Rörig plant neben einem ersten Treffen mit Betroffeneninitiativen im Januar für das nächste Jahr drei weitere Sitzungen mit Betroffeneninitiativen.</p>
<p>Wichtige Themen, Erfahrungen und Anliegen der Betroffenen sexualisierter Gewalt sollen bei dem geplanten regelmäßigen Austausch zur Sprache kommen.</p>
<p>Zu diesen Treffen ist auch die INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG als Teilnehmer eingeladen, wie Herr Rörig in seinem Brief vom 13.12.2011 an die INITIATIVE mitteilte.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>08.12.2011</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zum Thema Verjährungsfristen</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong><a name="3.11.11"></a>03.11.2011</strong></p>
<p><strong>Neues Verfahren bei den Gesprächen mit dem Orden.</strong></p>
<p>Unabhängig von dem Verfahren, welches durch die Richtlinien der DOK und DBK<br />
vorgegeben wird, ist Mitte Januar 2012 ein weiteres moderiertes Gespräch der INITIATIVE<br />
mit Vertretern des Ordens geplant.</p>
<p>Wir erwarten, dass dieses Verfahren die weitere Aufklärung und Aufarbeitung erleichtert.</p>
<p>Daher bitten wir alle <strong>Betroffenen</strong>, die Übergriffe erlebt haben sowie <strong>Zeugen</strong> der Geschehnisse um Mitwirkung.</p>
<p><strong>Vorbemerkung:</strong></p>
<p>Grundsätzlich wird vereinbart, dass nur Aussagen <strong>Grundlage des Gespräches</strong> sein<br />
können, die mit <strong>Namen unterzeichnet</strong> bei dem <strong>unabhängigen, neutralen Mediator</strong> oder dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens vorliegen. <strong>Anonymität kann zugesichert werden.</strong></p>
<p><strong>Das Verfahren:</strong></p>
<p>1. <strong>Fälle/Aussagen</strong> Betroffener und <strong>Erklärungen</strong> von Zeugen, mit Namen und Unterschrift unterzeichnet, können <strong>postalisch </strong>an den Mediator geschickt werden. Anonymität sowohl der INITIATIVE als auch dem Orden gegenüber wird zugesichert, nur der Mediator ist zur<br />
Einsicht berechtigt. Verwaltet wird der Posteingang vom Justiziar im Prüfungsamt der KFH Mainz.</p>
<p>Bitte senden Sie ihre Erklärung an:</p>
<p><strong>Prof. Dr. B. Haupert<br />
Katholische Hochschule Mainz<br />
FB Soziale Arbeit<br />
Saarstraße 3<br />
D-55122 Mainz</strong></p>
<p>2. Aussagen und Erklärungen gemäß der Vorgaben unter Punkt 1 können auch per e-mail<br />
an den Ansprechpartner der INITIATIVE geschickt werden. Diese werden auf Wunsch an<br />
den Mediator weiter geleitet.</p>
<p>Unsere Kontaktadresse:</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=36" target="_blank">betroffene@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de</a></p>
<p>3. Die Fälle der Mitglieder der INITIATIVE gehen im Vorfeld des Gespräches ebenfalls an<br />
den Mediator. Diese senden wir als Kopie auch an den den Missbrauchsbeauftragten des<br />
Ordens, Herrn Pater Dr. Kleer, zur Kenntnisnahme.</p>
<p>4. Betroffene können sich auch weiterhin direkt an den<br />
Missbrauchsbeauftragten des Ordens, Herrn Pater Dr. Kleer, wenden.</p>
<p><a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html</a></p>
<p>5. Bei Rückfragen steht ihnen der Ansprechpartner der INITIATIVE, Florian Schilling,<br />
gerne auch telefonisch oder oder per e-mail zur Verfügung.</p>
<p>E-mail: <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=36" target="_blank">zanshin@initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de</a><br />
Tel.: 0171/8921651</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>27.10.2011</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zur Mühlsteinaktion</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.10.2011</strong></p>
<p><strong>Der Druck muss weitergehen</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Frau Dr. Christine Bergmann, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung u.a. im ZDF/ Mona Lisa</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115" target="_blank">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>21.10.2011</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zur Mühlsteinaktion</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>19.10.2011</strong></p>
<p><strong>Mühlstein als Mahnmal gegen den Missbrauch an Kindern</strong></p>
<p><a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Johanneum-Homburg-Missbrauch-Bistum-Speyer-Muehlstein;art2802,3978761#.Tp8MCXJuqSo" target="_blank">Saarbrücker Zeitung</a></p>
<p><a href="http://cms.bistum-speyer.de/www2/index.php?mySID=64c8d51bf40757c47b4ea1b3657b7689&amp;cat_id=&amp;myELEMENT=246347" target="_blank">Bistum Speyer</a></p>
<p><a href="http://www.initiative-gegen-gewalt.de/htmls/frame01.htm" target="_blank">Initiative gegen Gewalt</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>05.09.2011</strong></p>
<p><strong>Themenwoche sexueller Missbrauch vom 4.-10.9.2011 auf 3sat.</strong></p>
<p>Sendezeiten der Beiträge finden Sie hier:</p>
<p><a href="http://www.3sat.de/page/?source=/specials/156166/index.html" target="_blank">3sat</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>20.08.2011</strong></p>
<p><strong>Neues im Pressespiegel zur Entwicklung am Johanneum</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>und in</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.08.2011</strong></p>
<p><strong>&#8220;Der Pilger&#8221; (Kirchenzeitung für das Bistum Speyer) zum Personalwechsel in der Schulleitung am Johanneum</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>06.08.2011</strong></p>
<p><strong>Frau Eva-Maria Wenzel-Staudt ist nicht mehr Direktorin am Johanneum</strong></p>
<p><a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Schnelle-SZ;art2802,3878773#.Tj0472F1xRc" target="_blank">Saarbrücker Zeitung</a></p>
<p>Die INITIATIVE bedauert dies sehr und dankt Frau Wenzel-Staudt für ihr ehrliches Mitgefühl den Betroffenen gegenüber und ihre Bemühungen um Aufklärung und Aufarbeitung der Vergangenheit.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.07.2011</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.7.2011</strong></p>
<p>Unbedingt Lesenswertes im Pressespiegel, sicher stellvertretend für uns Betroffene und die Betroffenen anderer Institutionen:</p>
<p>Eckiger Tisch – Ein Jahr danach – Eine persönliche Bilanz:</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>20.6.2011</strong></p>
<p><strong>Gespräch Betroffener mit dem Orden</strong></p>
<p>Provinzial Herr Pater Gahlen, Herr Pater Ollertz und Herr Pater Dr. Martin Kleer folgten am 20.6.2011 der Einladung der INITIATIVE zu einem Gespräch in Kaiserslautern. Mehrere Betroffene waren anwesend. Das Gespräch wurde von einem von beiden Seiten akzeptierten Mediator moderiert. Die INITIATIVE hofft, dass der Dialog in weiteren Gesprächen fortgesetzt wird.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>7.6.2011 Beitrag in Report Mainz zum Thema:</strong></p>
<p>Die unzureichenden Richtlinien der DOK und DKB hinsichtlich Aufklärung und Entschädigung wurden hier bereits kommentiert. Unsere Forderungen wurden im Bericht der Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten Frau Dr. Bergmann teilweise aufgegriffen, die Empfehlungen greifen jedoch zu kurz. Wie auch andere Vereine und Initiativen Betroffener fordern auch wir eine Aufhebung der Verjährung.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HTyAtLjWK9A&amp;feature=player_embedded#at=37" target="_blank">Video bei youtube</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>28.5.2011</strong></p>
<p>Neues in der Rubrik <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>25.5.2011</strong></p>
<p><strong>Abschlussbericht der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Christine Bergmann.</strong></p>
<p><a href="http://beauftragte-missbrauch.de/file.php/30/110524_Abschlussbericht_UBSKM.pdf" target="_blank">Bericht zum Downloaden</a></p>
<p>Eine Zusammenfassung der Gespräche der Anlaufstelle mit der INITIATIVE und anderen Betroffeneninitiativen, mit denen die INITIATIVE teilweise ebenfalls in Kontakt steht, finden Sie ab Seite 72.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.5.2011</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Antwortschreiben an Herrn Dr. Kleer (MSC)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p>Die Initiative bemüht sich weiterhin um eine geeignete Person als Mediator und bekundet erneut ihre Gesprächsbereitschaft.</p>
<p>Die Betroffenen hoffen, trotz unterschiedlicher Positionen eine Gesprächsebene für einen Dialog zu finden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.5.2011</strong></p>
<p><strong>Fernsehtipp: “Und wir sind nicht die Einzigen”</strong></p>
<p>3sat am Dienstag, 24.05.2011 um 22:25 Uhr</p>
<p>Leider ist der komplette Film nicht mehr im Netz verfügbar.</p>
<p><a href="http://nichtdieeinzigen.de/" target="_blank">website mit Trailer</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.05.2011</strong></p>
<p><strong>Erste Sitzung der “Arbeitsgruppe Missbrauch” des Schulelternbeirates am Johanneum</strong></p>
<p>1. Die Arbeitsgruppe wurde ins Leben gerufen und tagte am 16.5. zum ersten Mal.</p>
<p>2. Das Thema Missbrauch und der Umgang damit am Johanneum sind ein wichtiger</p>
<p>Bestandteil im SEB (Schulelternbeirat).</p>
<p>3. Die Hilfe für die Betroffenen, die damaligen Opfer steht an erster Stelle, hat oberste Priorität.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>09.05.2011</strong></p>
<p><strong>Antwortschreiben des Missbrauchsbeauftragten des Ordens Herrn Dr. Kleer (MSC) auf das Schreiben der INITIATIVE vom 21.4.2011</strong></p>
<p>Herr Dr. Kleer sieht keinen Bedarf für eine investigative Aufklärungsarbeit. Die Opfer seien allesamt erwachsen und wüssten, wo sie sich melden könnten. Auch zu ermitteln oder Zeugen zu befragen sei nicht nötig. Zudem gäbe es seitens des Ordens keine Möglichkeit einer investigativen Aufklärung. Man halte sich an die Richtlinien der DOK und DBK und sehe keinerlei Veranlassung, darüber hinaus aktiv zu werden. Letztlich wäre zu erwarten, dass bei einer investigativen Aufklärung Aussage gegen Aussage stünde. Eine investigative Aufklärung von Seiten des Ordens werde es daher definitiv nicht geben. Auch staatsanwaltliche Ermittlungen hätten aufgrund der Verjährung und da etliche Mitbrüder schon verstorben seien, keine Aussicht auf Erfolg.</p>
<p>Den Aussagen der Patres, die nicht als Täter in Betracht kommen, nichts von den Übergriffen gewusst zu haben, schenke er Glauben.</p>
<p>Die von den Betroffenen als unbefriedigend kritisierte bisherige Kommunikation sei nicht die Ursache für Irritationen, sondern der tendenziöse bis polemische und mit Falschaussagen angereicherte Stil der Homepage der Initiative.</p>
<p>In Bezug auf den von den Betroffenen kritisierten Bericht sei es unverständlich, dass dem Orden Informationen über die Anzahl der Betroffenen, der Täter und die Art der Übergriffe von Seiten des Ombudsmannes und auch von der Initiative vorenthalten wurde.</p>
<p>Die Vorgehensweise des Ombudsmannes sei nicht nachvollziehbar. Zudem sei er nicht als neutral empfunden worden, so dass er als Mediator für ein Gespräch mit den Betroffenen nicht in Frage komme.</p>
<p>Vorausgesetzt, die Initiative verzichte auf eine investigative Aufklärungsarbeit, sei der Orden, insbesondere auch die damaligen Verantwortlichen, zu einem Gespräch mit den Betroffenen bereit. Als Zielsetzung eines Gespräches nennt Herr Dr. Kleer die Wahrnehmung der Opfer durch den Orden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>21.4.2011</strong></p>
<p><strong>Schreiben der INITIATIVE an Herrn Pater Dr. Martin Kleer (MSC)</strong></p>
<p>Die INITIATIVE erneuert bezugnehmend auf das vorangegangene Gespräch vom 18.4.2011 ihren Vorschlag, ein offenes Gespräch mit Unterstützung eines Mediators zu führen. Als Mediator schlägt sie den ehemaligen Ombudsmann des Bistums Speyer, Herrn Rüdiger Weidhaas, vor.</p>
<p>Dieser ist von der Aufgabe als Ombudsmann des Bistums entbunden, könnte jedoch die Funktion eines unabhängigen, neutralen Mediators übernehmen, der auch von der INITIATIVE akzeptiert ist, zumal er bestens mit der Thematik vertraut ist. An seiner neutralen Rolle und korrekten Aufgabenerfüllung kann nach Ansicht der INITIATIVE sicher kein Zweifel bestehen. Ein Interessenskonflikt, verursacht durch seine Tätigkeit als Ombudsmann, besteht offenbar nicht.</p>
<p>Der Vorteil dürfte darin liegen, dass Herr Weidhaas bestens mit der Materie vertraut und eingearbeitet ist. Jede andere Person hätte sicherlich große Mühe damit, den Sachverhalt und den Verlauf der Angelegenheit zu erfassen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>18.4.2011</strong></p>
<p><strong>Persönliches Gespräch eines Vertreters der INITIATIVE mit Herrn Pater Dr. Kleer (MSC), dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens.</strong></p>
<p>Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit eines durch einen Mediator moderierten offenen Gespräches zwischen den Betroffenen der INITIATIVE mit Herrn Pater Dr. Kleer und weiteren Ordensmitgliedern. Dies sei noch mit dem Provinzial abzuklären.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>21.04.2011</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115#21.4.11">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>18.04.2011</strong></p>
<p><strong>Prof. Berges (Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, die alleinige Gesellschafterin der Johanneum gGmbH ist) beim Geistlichen Abend im Dom: Aufbruch inmitten der Krise.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p>Für Prof. Berges (MSC) (52), der zu den Hiltruper Herz-Jesu-Missionaren gehört, ist überdeutlich: „Exil meint Krise, Krise aber bedeutet Entscheidung.“ Er sprach die 2010 aufgedeckten Fälle sexuellen Missbrauchs an: „Die Schutzräume des Vertrauens, in denen Erwachsenwerden gelingen sollte, wurden zu Schauplätzen des Bösen.“ Man müsse die Krise beim Namen nennen, so wie damals der Prophet Jeremia seine Finger in die eiternden Wunden seines Volkes gelegt habe. Es gehe darum, „Abbrüche und Umbrüche“ als Chancen, als Zeichen der Zeit zu erkennen, ohne die es keinen neuen Aufbruch geben werde.</p>
<p><a href="http://www.ktf.uni-bonn.de/Einrichtungen/alttestamentliches-seminar/neues/veroeffentlichung-pressestelle-bistum-muenster" target="_blank">Pressedienst Münster 31.3.11</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>18.4..2011</strong></p>
<p>Neues in der Rubrik <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.04.2011</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115#14.3.11">Pressespiegel zum Nachdenken</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>06.04.2011</strong></p>
<p><strong>Zuständigkeit des Bistums Speyer</strong></p>
<p>Eingang eines ausführlichen Antwortschreibens von Generalvikar Herrn Dr. Jung auf Anfrage zu den Zuständigkeiten des Bistums bzw. der Fachaufsicht für katholische Privatschulen. Herr Dr. Jung wollte die Rechtslage eingehend prüfen lassen.</p>
<p>Aus formaljuristischen Gründen sei eine Zuständigkeit des Bistums und der Stiftungsaufsicht nicht gegeben. Entscheidend sei der Tatzeitpunkt, zu dem keine Zuständigkeit des Bistums gegeben gewesen sei, da der Orden damals alleiniger Träger des Johanneums gewesen sei.</p>
<p>Weitere Einflussmöglichkeiten habe das Bistum auf den Orden päpstlichen Rechts nicht.</p>
<p>Einzig zuständiges Gremium sei das Provinzialat der Herz-Jesu-Missionare in Münster sowie als übergeordnete Stelle das Generalat des Ordens oder die Glaubens- und Religiosenkongregation.</p>
<p>Zu seinem Bedauern seien die wiederholten Vermittlungen des Ombudsmannes gescheitert, da der Orden diese Vermittlung ausdrücklich nicht gewünscht habe.</p>
<p>Grundsätzlich bestehe für den Bischof die Möglichkeit, den Orden der Diözese zu verweisen und die Zusammenarbeit aufzukündigen, was jedoch gleichzeitig das Aus für das Johanneum Homburg bedeuten würde. Die Schule selbst solle aber keinen Schaden nehmen.</p>
<p>Die Diözese habe keinen weiteren Handlungsspielraum mehr, bedauere aber sehr, was den Betroffenen angetan worden sei.</p>
<p>Über die Frage, wie mit den Missbrauchsfällen und den Betroffenen umzugehen sei, bestehe ein schwerer Dissens zwischen der Diözese und dem Orden. Dies sei den Vertretern des Ordens mehrfach und nachdrücklich mitgeteilt worden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>06.04.2011</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=214">Im Kreis geschickt</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>03.04.2011</strong></p>
<p><strong>Der “neutrale Ermittler” des Ordens</strong></p>
<p>Auf Nachfrage eines Betroffenen bei Herrn Feltes, dem ehemals “neutralen Ermittler” des Ordens, sieht die INITIATIVE ihre Kritik an der Rolle des damaligen Ansprechpartners bestätigt.</p>
<p>Er habe keinerlei ermittelnde Tätigkeit ausgeübt, sondern lediglich als telefonischer Ansprechpartner für Betroffene zur Verfügung gestanden. Ein gemeinsamer Bekannter von ihm und Herrn Basler, Rechtsanwalt des Ordens und zwischenzeitlich Geschäftsführer des Johanneums, habe ihn für die Tätigkeit vorgeschlagen. Für Ermittlungen habe ihm die Befugnis gefehlt. Mit der Thematik habe er sich allein aus strafrechtlicher und zivilrechtlicher Sicht beschäftigt und seine Erkenntnisse öffentlich gemacht.</p>
<p>In einem Telefongespräch mit dem Sprecher der INITIATIVE hatte Herr Feltes u.a. bereits geäußert, dass seinem Wunsch, mit den bis dahin bereits öffentlich bekannten Tätern persönlich sprechen zu können, von der Ordensleitung nicht entsprochen wurde. Das sei nicht nötig, die Ordensleitung habe bereits mit ihnen gesprochen, sei ihm gesagt worden. Dabei habe er es dann belassen.</p>
<p>Wir bitten die Betroffenen sowie die Angehörigen verstorbener Betroffener um Kontaktaufnahme.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>02.04.2011</strong></p>
<p><strong>Erstellung eines Berichtes über die Missbrauchsfälle am Gymnasium/Internat Johanneum Homburg</strong></p>
<p>Für die Erstellung eines Berichtes aus Sicht der Betroffenen im Laufe des Jahres bitten wir die Personen, die sich als Betroffene bei den verschiedenen Anlaufstellen und Ansprechpartnern gemeldet haben, Angehörige Betroffener und die Hinterbliebenen verstorbener betroffener Internatsschüler sowie Zeugen, sich mit der INITIATIVE in Verbindung zu setzen. Informationen werden grundsätzlich vertraulich behandelt, Berichte und Namen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch hin veröffentlicht. Sie können auch anonym zu uns Kontakt aufnehmen. Es geht um die Klärung der Fragen, die die INITIATIVE im Sinne einer umfassenden Aufklärung in ihrer Pressemiteilung vom 19.3.2011 formuliert hat.</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214#19.3.11">Aufklärung</a></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=117">Kontakt</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.04.2011</strong></p>
<p><strong>Scheitern der Vermittlungsbemühungen des Ombudsmanns des Bistums Speyer</strong></p>
<p>Der Ombudsmann des Bistums Speyer, Rechtsanwalt Herr Rüdiger Weidhaas, erklärt den Betroffenen gegenüber das Scheitern seiner Vermittlungsbemühungen und damit das offizielle Ende seiner Tätigkeit als Ombudsmann. Trotz all seiner Versuche zusammen mit dem Generalvikar Herrn Dr. Jung, eine konstruktive Lösung im Gespräch herbeizuführen, gelang es weder den Orden zu einer umfassenden Aufklärung noch zu einem weiteren moderierten Gespräch mit den Betroffenen zu bewegen. Eine offizielle Erklärung und Stellungnahme des Bistums Speyer dazu unter Benennung der Gründe für das Scheitern der Vermittlungsbemühungen sowie ein Bericht über Anzahl und Inhalt der eingegangenen Meldungen Betroffener und Zeugen stehen von Seiten des Bistums noch aus.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>31.3.2011</strong></p>
<p><strong>Schreiben an den Missbrauchsbeauftragten des Ordens</strong></p>
<p>Die Akten und Aussagen einiger Betroffener, die sich bei dem Ombudsmann des Bistums Speyer gemeldet haben, sollen nun auf Wunsch des Ordens dem neuen Missbrauchsbeauftragten des Ordens überstellt werden.</p>
<p>Die INITIATIVE wendet sich in einem Schreiben u.a. mit der Frage an Herrn Pater Dr. Kleer (MSC), ob die Berichte der Betroffenen als Grundlage für einen neuen Bericht und Gespräche mit der INITIATIVE dienen sollen.</p>
<p>Die INITIATIVE erneuert ihren Vorschlag, in einem offenen Gespräch unter Vermittlung eines neutralen Moderators die Sachverhalte aufzuklären.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.3.2011</strong></p>
<p>Schreiben der INITIATIVE an den <strong>Generaloberen der Herz-Jesu-Missionare</strong> in Rom, Herrn Pater Mark McDonald (MSC), verbunden mit der Bitte um Kenntnisnahme des Anliegens sowie Intervention und Unterstützung bei den Aufklärungsbemühungen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>29.3.2011</strong></p>
<p>Neues im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=115">Pressespiegel</a> und in <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78">Kommentare</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>28.3.2011</strong></p>
<p>Der Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche, <strong>Bischof Ackermann</strong>. Ohne Kommentar.</p>
<p><a href="http://www.wochenspiegelonline.de/content/diewoch/article/fuer-gott-und-die-mitmenschen/" target="_blank">http://www.wochenspiegelonline.de</a></p>
<p><a href="http://www.bild.de/news/2010/pfarrer/missbrauch-verdacht-zurueck-in-gemeinde-13705998.bild.html" target="_blank">http://www.bild.de</a></p>
<p>&#8220;Der Priester hatte eingeräumt, damals ein homosexuelles Verhältnis mit einem Schüler gehabt zu haben.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Geistliche hatte den Orden der Hiltruper Missionare verlassen und war dann Priester im Bistum Trier geworden.&#8221;</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>26.3.2011</strong></p>
<p><strong>Übersicht</strong> über die Missbrauchsfälle bei wikipedia im <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>24.3.2011</strong></p>
<p>Der Orden hat mittlerweile nach über einem halben Jahr geringfügig auf den Protest gegen die ursprüngliche <strong>Darstellung in der Erklärung zu den Missbrauchsfällen</strong> reagiert. Ein kleines Wort, das einen großen Unterschied macht.</p>
<p>&#8220;Am 27. Oktober hat er sich zusammen mit einem anderen Mitbruder mit <strong>einigen</strong> Opfern in Speyer getroffen.&#8221;</p>
<p>Ursprüngliche Fassung:</p>
<p>&#8220;Am 27. Oktober hat er sich zusammen mit einem anderen Mitbruder mit <strong>den</strong> Opfern in Speyer getroffen.&#8221;</p>
<p>Dass insgesamt von 6 Fällen und zwei Tätern die Rede war, bezieht sich jedoch nach wie vor ausschließlich auf den Bericht des damaligen Ansprechpartners. Dieser Darstellung ist weiterhin zu widersprechen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>19.3.2011</strong></p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214">Pressemitteilung vom 19.3.2011</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>14.3.2011</strong></p>
<p><strong>Neue Rubrik</strong> <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=557">Eltern und Angehörige</a></p>
<p>Hier können Eltern und Angehörige ihre Erfahrungen berichten. Auch hier müssen rechtliche Vorgaben berücksichtigt werden. Wenden Sie sich bitte an den <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=36">Administrator oder den Ansprechpartner der INITIATIVE.</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>11.3.2011</strong></p>
<p>Gespräch des Sprechers der INITIATIVE mit</p>
<p>Friederike Beck</p>
<p>Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</p>
<p><strong>Geschäftsstelle der Unabhängigen Beauftragten</strong></p>
<p>zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs</p>
<p>Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D.</p>
<p>Die INITIATIVE wird in den Bericht der Geschäftsstelle aufgenommen. Ein Treffen mit den Vertretern der INITIATIVE ist geplant.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>10.3.2011</strong></p>
<p><strong>Neue Rubrik</strong> <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=208">Berichte Betroffener</a></p>
<p>Hier können Betroffene ihre Berichte und Stellungnahmen veröffentlichen. Dabei müssen rechtliche Vorgaben berücksichtigt werden. Nehmen Sie bitte über unsere Mailadresse Kontakt zu dem <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=36">Administrator oder dem Ansprechpartner der INITIATIVE </a>auf.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>9.3.2011</strong></p>
<p><strong>Die INITIATIVE erreicht das Antwortschreiben Herrn Dr. Kleers auf den Vorschlag des Ombudsmannes nach der erneuten Fristverlängerung.</strong></p>
<p>Herr Dr. Kleer verweist erneut auf die Tätigkeit des vom Orden bestellten Ermittlers. Dieser habe zur Genüge zur Verfügung gestanden. Die Kontaktmöglichkeit zu Herrn Feltes sei auf vielfältige Weise publik gemacht worden. Die Kontaktmöglichkeit, de facto verbunden mit der Aufforderung an mögliche Opfer sexuellen Missbrauchs, sich zu melden, sei genutzt worden.</p>
<p>Auch sei die Öffentlichkeit über die Grenzen des Saarlandes hinaus durch die Medien umfassend informiert gewesen. Erneut verweist Herr Dr. Kleer auf die Hotlines der katholischen Kirche und der Bischofskonferenz. Der Orden sehe <strong>keinen Anlass für weitere Initiativen</strong>. Das Angebot, mit den Opfern des Missbrauchs in <strong>Einzelkontakt</strong> zu treten, halte er selbstverständlich aufrecht.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>9.3.2011</strong></p>
<p>Neues in der Rubrik <a href="../?p=115">Pressespiegel</a></p>
<p><strong>26.2.2011</strong></p>
<p><strong>Die INITIATIVE erklärt erneut ihre Gesprächsbereitschaft</strong> unter Mitwirkung des Ombudsmannes als Vermittler und Moderator. Sie bittet Herrn Pater Dr.Kleer, sich diesbezüglich an ihn zu wenden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>25.2.2011</strong></p>
<p><strong>Die Internetpräsenz der INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG geht ans Netz</strong></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.2.2011</strong></p>
<p>Herr <strong>Pater Dr. Kleer (MSC)</strong> kündigt an, sich demnächst äußern zu wollen und der Orden sei weiter gesprächsbereit.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>18.2.2011</strong></p>
<p>Da sich der Orden nicht fristgerecht geäußert hat, kündigt der Ombudsmann die <strong>Erklärung des Scheiterns der Vermittlungsbemühunge</strong>n an. Erneut hat der Orden Gelegenheit bis zum 25.2.2011, sich dazu zu äußern, bevor die Bemühungen endgültig als gescheitert anzusehen sind.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>12.2.2011</strong></p>
<p><strong>Die INITIATIVE EHEMALIGER JOHANNEUM HOMBURG wird gegründet.</strong></p>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		</item>
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		<title>Kommentare</title>
		<link>http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78</link>
		<comments>http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=78#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 09:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saxfield</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[04.04.2013 Pressemitteilung / Kommentar Weitere Fälle werden bekannt Aufgrund weiterer Aussagen von Missbrauchsopfern (siehe hier) sehen wir die Zahl der Täter von mind. 8 bestätigt. Diese Woche meldeten sich zwei weitere Opfer sexuellen Missbrauchs bei der INITIATIVE und identifizierten zwei bislang nicht genannte Mitglieder des Ordens der Hiltruper Missionare (MSC) als mutmaßliche Täter. Einer davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a name="Gauberich"></a>04.04.2013</strong></p>
<p><strong>Pressemitteilung / Kommentar</strong></p>
<p><strong>Weitere Fälle werden bekannt</strong></p>
<p>Aufgrund weiterer Aussagen von Missbrauchsopfern (siehe <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=208#DG">hier)</a> sehen wir die Zahl der Täter von mind. 8 bestätigt. Diese Woche meldeten sich zwei weitere Opfer sexuellen Missbrauchs bei der INITIATIVE und identifizierten zwei bislang nicht genannte Mitglieder des Ordens der Hiltruper Missionare (MSC) als mutmaßliche Täter. Einer davon verstarb vor 7 Jahren, der andere ist nicht mehr Mitglied des Ordens. Die Zahl der Opfer muss unserer Information nach in die Dutzende gehen.</p>
<p>Den Betroffenen erschließt sich der Sinn des Verhaltens der Ordensleitung seit dem ersten Bekanntwerden von Missbrauchsfällen am Johanneum im Jahr 2010 nicht. Es musste doch klar sein, dass es nur eine Frage der Zeit war, dass weitere Fälle bekannt und öffentlich werden. Einige von uns hätten vermutlich geschwiegen, wären Anzeichen für eine glaubwürdige Aufklärung, Aufarbeitung und die Bereitschaft zur Übernahme der Verantwortung erkennbar gewesen.</p>
<p>In Anbetracht der Vielzahl der Fälle und Täter stellt sich die Frage der institutionellen Verantwortung erneut, unabhängig davon, welche Fälle nun innerhalb des Ordens schon länger bekannt waren und welche er anerkennt oder nicht. Fakt ist, Kinder wurden einer Institution anvertraut und von mehreren Mitgliedern der Institution sexuell missbraucht. Bis heute leiden diese unter den Folgen.</p>
<p>Warum die Mitglieder des Ordens, die weder mit dem Johanneum noch mit den Missbrauchsfällen zu tun haben, zulassen, dass sie mit ihrem Orden durch das Verhalten der Ordensleitung auf diese Art und Weise in Misskredit geraten und warum andere, die zur Aufklärung und Aufarbeitung beitragen könnten, schweigen, ist für viele auch Außenstehende unverständlich.</p>
<p>Sollte der Orden seine Haltung überdenken, weiteren Gesprächen mit den Betroffenen der INITIATIVE nunmehr offen gegenüber stehen und bereit sein, die Richtlinien pro Betroffene auszulegen, könnten weitere Gespräche langfristig zu einer Lösung führen &#8211; wie das auch bei anderen Institutionen möglich war.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong><a name="Sprachlos"></a>02.04.2013</strong></p>
<p><strong>Sprachlos</strong></p>
<p>Aktuell herrscht Sprachlosigkeit und Entsetzen bei uns. Wir sind erschüttert über die Dimensionen, die sich aufgrund der Aussagen Betroffener erneut bei der Aufklärung des Missbrauchs am Johanneum auftun. Wie nötig eine unabhängige Anlaufstelle für Missbrauchsopfer ist bestätigt sich. Warum alle Vermittlungsversuche und die Bemühungen um Aufklärung in Zusammenarbeit mit dem Orden scheitern mussten, zeigt sich auf beängstigende Weise.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong><a name="Sinn"></a>01.04.2013</strong></p>
<p><strong>Mit Sinn und Verstand Teil 2</strong></p>
<p>Wie geht man denn nach den Leitlinien vor im Falle, dass ein ehemaliges Mitglied, ein ehemaliger Mitarbeiter oder sagen wir mal beispielsweise ein ehemals in Ausbildung befindlicher Bruder und nur zeitweiliges Mitglied des Ordens oder eines Konventes Übergriffe beging, die heute strafrechtlich verjährt sind? Und man hätte Grund zu der Annahme, dass dieser nach wie vor im pädagogischen Bereich arbeitet. &#8211; Also mal rein hypothetisch. </p>
<p>Ups &#8211; das funktioniert irgendwie nicht? Na sowas, wer hätte das gedacht.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.03.2013</strong></p>
<p>Aktuell müssen wir den Passus im letzten Kommentar leider korrigieren: <em>&#8220;Und natürlich hat niemand etwas gewusst außer Pater Ollertz MSC (so Pater Dr. Kleer MSC der Presse gegenüber) und einem ehemaligem Ordensmitglied. Am Ende werden noch die einzigen aus Ordenskreisen, die die Wahrheit sagen, zum Sündenbock, weil Nestbeschmutzer.&#8221;</em></p>
<p>Neuerdings erinnert sich auch der letzte Mohikaner unter den Pfadfindern nicht mehr, dass er in einer E-mail bestätigte, er habe damals im Jahr 1981 die Ordensleitung über Übergriffe informiert, was er auch in den Gesprächen mehrfach zum sichtlichen Unwohlsein seiner anwesenden Ordensbrüder bestätigte. Die Mutter eines Opfers hatte ihn über die sexuellen Handlungen an ihrem Sohn durch Pater W. in Kenntnis gesetzt.</p>
<p>Auch ein Blick in die gewissenhaft, aber offenbar unvollständig geführten Akten bestätigt angeblich: Der Täter war nicht aufgrund seiner Verfehlungen versetzt worden, er war offiziell auf einer pädagogischen Fortbildung, eine Weiterqualifizierung für den Dienst an Gott und den jungen Menschen. Das hat wohl nicht viel geholfen, denn danach ging es bis 1986 weiter. Aber auch dann findet sich nicht der Grund für die Versetzung nach Münster in den Akten, sagt der Provinzial Pater Dr. Kleer. Vielleicht Alkohol, aber Missbrauch?</p>
<p>Alles ganz normal.</p>
<p>Also was jetzt, wer lügt hier? Der Provinzial Pater Dr. Kleer oder der Pfadfinder? Aber auch dafür wird es sicher eine plausible Erklärung geben. Ach ja &#8211; das liebe Gedächtnis kann einen aber auch manchmal im Stich lassen. Das greift um sich wie die Schweinegrippe. Seltsam, die Opfer erinnern sich meist noch ziemlich gut.</p>
<p>Wie dem auch sei, bereits im März 2012 sagte Pater Ollertz ein bereits terminiertes persönliches Gespräch mit Vertretern der INITIATIVE aufgrund eines Konventsbeschlusses ab.</p>
<p>Nun sagte er erneut das für den heutigen Freitag mit der o.g. Mutter vereinbarte Gespräch ab. Sie hatte den Sachverhalt in der Presse dargestellt. Grund genug, ihr zu unterstellen, eine offene Auseinandersetzung führen zu wollen, während sich ihr Sohn versöhnen wolle. Chapeau, und einer geht immer noch mehr.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Pater, es geht nicht um Versöhnung, das wollen Sie gerne, Versöhnung, Vergebung und Vergessen.</p>
<p>Davor steht etwas anderes, bevor daran überhaupt zu denken ist. Oft genug ist es gesagt und nie getan. Was könnte das wohl sein?</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<p><strong>16.03.2013</strong>        <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/2041723/"target="_blank">www.dradio.de</a></p>
<p><strong>Sinn und Verstand?</strong></p>
<p><em>&#8220;Die Leitlinien wurden ja mit Sinn und Verstand in die Welt gesetzt und ich denke, man kann dem Orden keinen Vorwurf machen, dass er sagt, ich halte mich daran.&#8221;</em></p>
<p>Das sagt der Geschäftsführer der Johanneum gGmbH, Herr Christoph Basler.</p>
<p>Mit Sinn für den Schutz der Täter und der Institutionen wurden die Leitlinien ausgeklügelt und in die Welt gesetzt. Dumm war das aus Sicht der DOK und DBK ganz sicher nicht. Dass daran keine Betroffenen beteiligt waren, verwundert in Anbetracht des Ergebnisses nicht.</p>
<p>Und nun kommt der Zaubertrick:</p>
<p><em>&#8220;Das heißt, der Orden erkennt diejenigen Betroffenen als Opfer an, die sich bei ihm melden, einen Antrag auf Entschädigung stellen und <strong>deren Schilderungen, soweit noch möglich, durch Aussagen potenzieller Täter bestätigt werden.&#8221;</strong></em></p>
<p>Opfer/Täter werden demnach nur gezählt, wenn ein Betroffener den Missbrauchsbeauftragten anschreibt, glaubwürdig den Fall schildert UND einen Antrag stellt. Dann muss also nur noch der Täter zustimmen, was er selbstverständlicherweise gerne zu tun bereit ist.</p>
<p>Da sitzen Betroffene/Geschädigte stundenlang mit Kirchenvertretern/Ordensvertretern/Ombudsmännern/Mediatoren zusammen, schildern die Erlebnisse Auge in Auge, haben das auch schriftlich beim Orden eingereicht und hinterher ist das alles nicht wahr, weil beim Orden kein Antrag gestellt wurde oder der <em>&#8220;beschuldigte Pater sagt, das stimmt nicht&#8221;</em>, verstorben ist, nicht mehr zum Orden gehört oder unter Gedächtnisverlust leidet?</p>
<p>Und natürlich hat niemand etwas gewusst außer Pater Ollertz MSC (so Pater Dr. Kleer MSC der Presse gegenüber) und einem ehemaligem Ordensmitglied. Am Ende werden noch die einzigen aus Ordenskreisen, die die Wahrheit sagen, zum Sündenbock, weil Nestbeschmutzer.</p>
<p>Der bei weitem größte Teil der Betroffenen lehnt das Verfahren ab und hat keinen Antrag gestellt. Nicht zuletzt ist für die meisten Betroffenen die Höhe der in Aussicht gestellten Zahlung der &#8220;symbolischen Anerkennung&#8221; ein <strong>Symbol für die Missachtung</strong> den Opfern gegenüber.</p>
<p><em>&#8220;In meinen Augen tut der Orden alles, um, a) Aufklärung zu betreiben und b) auch eine Einigung mit etwaigen Opfern zu erzielen. Und bisher hat ja auch jeder, der Anträge gestellt hat, hat entsprechende Leistungen auf der Grundlage der Leitlinien erhalten&#8221;.</em>, sagt Basler.</p>
<p>Damit wäre das also auch <strong>&#8220;aufgeklärt&#8221;</strong>.</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.03.2013</strong></p>
<p><strong>Und ewig grüßt das Murmeltier &#8230; Repeat.<br />
Zum Scheitern der Mediation.</p>
<p>Die Leitlinien, auf die sich der Orden beruft</strong></p>
<p><em>„Opfer sexuellen Missbrauchs bedürfen besonderer Achtsamkeit. Ihnen und ihren Angehörigen müssen bei der Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen Unterstützung und Begleitung angeboten werden.“</p>
<p>„Der Begriff des „sexuellen Missbrauchs“ im Sinne der Leitlinien</p>
<p>2. Diese Leitlinien beziehen sich auf Handlungen nach dem 13. Abschnitt des Strafgesetzbuchs, soweit sie an Minderjährigen begangen werden.</p>
<p>3. Zusätzlich finden sie entsprechende Anwendung bei Handlungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, die im pastoralen oder erzieherischen sowie im betreuenden oder pflegerischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen eine Grenzüberschreitung darstellen.“</em></p>
<p><strong>An diese Leitlinien hält sich der Orden nicht und beruft sich darauf &#8211; wenn es ihm nutzt.</strong></p>
<p>Obwohl Herr Dr. Kleer uns im ersten Gespräch versicherte, dass die Glaubwürdigkeitsprüfung bereits durch das Bistum Speyer erfolgt sei und kein Thema mehr sei, zieht er unsere Glaubwürdigkeit in Zweifel.</p>
<p>In den Berichten, die wir ihm als Missbrauchsbeauftragten zugesandt haben, ist allein schon die Rede von 6 übergriffigen Ordensmitgliedern, in den Gesprächen wurde das auch deutlich zur Sprache gebracht. Die ihm vorliegenden Berichte und Aussagen ließen Herrn Dr. Haupert zu dem Schluss kommen, dass man von bis zu 8 Tätern nach obiger Definition ausgehen müsse, von mindestens 18 Opfern und einer hohen Dunkelziffer. Auch das wurde deutlich formuliert.</p>
<p><strong>Der Orden hält sich nicht an Vereinbarungen</strong></p>
<p>Das Mediationsverfahren wurde eindeutig beschrieben.Demnach konnten Aussagen und Berichte Betroffener an den Mediator geschickt werden, dies verbunden mit der Möglichkeit, auch im weiteren Verfahren dauerhaft gegenüber dem Orden anonym bleiben zu können. Diese Berichte sollten auch in der Frage der Zahl der Täter und Opfer zusätzlich als Grundlage dienen. Anerkennen wollte der Orden das Ergebnis nicht, da ihm teilweise die Berichte und Aussagen – angeblich – nicht selbst vorliegen.</p>
<p>Dass der Orden nun davon abrückt und daneben noch nicht einmal die ihm selbst vorliegenden Aussagen akzeptiert, ist ein klarer Bruch der diesbezüglich getroffenen Vereinbarungen.</p>
<p>Die Berichte von Opfern und Zeugen, die beim Orden selbst, beim Bistum Speyer, dem Ombudsmann Herrn Weidhaas, beim Mediator Herrn Prof. Dr. Haupert, bei Herrn Bischof Ackermann und bei der INITIATIVE eingegangen sind, werden ingnoriert bzw. pauschal als substanzlos gegeißelt, <strong>teilweise wird sogar indirekt unterstellt, es handele sich bei manchen Aussagen möglichweise um unwahre Behauptungen, da die beschuldigte Person sich nicht erinnern kann oder den Vorwurf bestreitet.</strong>
</p>
<p><strong>Institutionelles Wissen</strong></p>
<p>Mehrfach bestätigte Pater Ollertz, er habe die Ordensleitung über die Übergriffe Welbergs informiert. Eine Mutter hatte dies bereits 1981 der Internatsleitung angezeigt. Es gibt Zeugenaussagen, dass im Hiltruper Konvent die Neigungen dieses Paters bekannt waren. Es gibt Zeugenaussagen über das Wissen der Homburger Leitung über die Hintergründe der Versetzung eines anderen Paters im Jahr 2000. Es gibt Aussagen über die Hintergründe des Ordensaustrittes eines weiteren Paters im Jahr 1990, dessen „Beziehung“ im Konvent nicht verborgen geblieben war. Es gibt Zeugenaussagen, nach denen die Schulleitung in den 1980ern über die Übergriffe eines Bruders informiert war und Zeugen für die Übergriffe. Und nicht zuletzt hatte jeder Täter schließlich das Wissen über sein eigenes Handeln, daher kann man bei der Anzahl der übergriffigen Ordensmitgliedern ohne Zweifel von „institutionellem Wissen“ sprechen.<br />
All dies kam in den Mediationsgesprächen und auch schon vorher bei den Gesprächen in Speyer mit Pater Gahlen deutlich zur Sprache.</p>
<p><strong>Der Orden verstößt gegen die Grundsätze eines Mediationsverfahrens.</strong></p>
<p>Nachdem ein Ordensmitglied aufgrund der Weitergabe falscher Informationen aus den vertraulichen Mediationsgesprächen durch ein Mitglied des Ordens, dem Mediator durch einen Anwalt mit einer Klage drohte, legte dieser das Mandat nieder.</p>
<p>Der Orden bat jedoch um eine Weiterführung der Gespräche mit dem Mediator. Dieser willigte ein und nach anfänglichem Zögern stimmte auch die INITIATIVE zu.</p>
<p>In einem Mediationsverfahren ist es Voraussetzung, dass beide Parteien den Konflikt lösen wollen und dabei natürlich auch auf die Gegenseite zugehen müssen. Der Mediator sorgt für die Voraussetzungen, dass eine Vermittlung zustande kommen kann. Im Vorfeld wurden dann aufgrund der „personellen Veränderung“ im Orden schnell noch ein neuer Missbrauchsbeauftragter Herr Lehmann und neuer Gesprächspartner Pater Limburg präsentiert, mit beiden hatte und hat die INITIATIVE nichts zu tun, beide sind nicht umfassend informiert.</p>
<p>Unsere Position ist seit 3 Jahren klar und hinreichend begründet.<br />
Unsere Forderung war bisher darauf ausgerichtet, eine gründliche öffentliche Aufarbeitung zu leisten, ein Bericht sollte erstellt werden und ein annehmbares Verfahren mit entsprechenden Entschädigungsleistungen für alle Opfer entwickelt werden.</p>
<p>Auch der Orden vertritt seit 3 Jahren die gleiche Position, indem er alles wegleugnet. Dabei verweist er auf die Leitlinien.</p>
<p>Die INITIATIVE zeigte die Bereitschaft, ihre Forderungen soweit zu reduzieren, dass es dem Orden möglich sein sollte, zumindest in der Frage der Entschädigung mit den Betroffenen der INITIATIVE eine Einigung zu erzielen. Dies sollte zum Abschluss der Gespräche führen und entsprechend positiv dokumentiert werden.</p>
<p><strong>In keinem einzigen Punkt</strong>  erklärte sich der Orden bereit, von der bisherigen Haltung auch nur ein klein wenig abzuweichen. Vielmehr bekräftigt er erneut seine nicht der Wahrheit entsprechende Darstellung in der Öffentlichkeit: Es handele sich um Einzelfälle, 2 Täter, 10 Opfer, außer Pater Ollertz habe niemand etwas gewusst, in den Akten stehe nichts, institutionelles Wissen habe es vor 2010 nicht gegeben, daher habe der Orden keine Verantwortung, daher gebe es keine Anpassung der Entschädigungsleistungen und kein anderes Verfahren. Es folgt der unvermeidliche Verweis auf die Leitlinien und dass es ihm leid tut, auch wenn er rein gar nichts dafür kann.</p>
<p>So musste die Mediation zwangsläufig scheitern und der Mediator hat folgerichtig das Mediationsverfahren beendet.</p>
<p><strong>Fazit der dreijährigen Auseinandersetzung mit dem Orden.</strong></p>
<p>Öffentlich gerügt wurde das Verhalten des Ordens auch vom Bistum Speyer und von Herrn Rörig, dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung. Die Berichte von Opfern und Zeugen, die beim Orden selbst, beim Bistum Speyer, dem Ombudsmann Herrn Weidhaas, beim Mediator Herrn Prof. Dr. Haupert, bei Herrn Bischof Ackermann und bei der INITIATIVE eingegangen sind, werden ingnoriert bzw. pauschal als substanzlos gegeißelt. Der Orden stellt sich über die Zusagen der Vertraulichkeit dieser Stellen gegenüber den Opfern. Er verkennt, dass die Glaubwürdigkeit der Opfer und die Plausibilität der Berichte mehrfach bestätigt wurde. Der Orden stellt sich außerhalb jeglicher Initiativen zur Aufarbeitung seitens der Regierung, der Kirche und außerkirchlicher Initiativen &#8211; unabhängig der Richtlinien von DBK/DOK, auf die er sich beruft und selbst nicht daran hält.</p>
<p><strong>Darin steht:</strong></p>
<p><em>„Sexueller Missbrauch vor allem an Kindern und Jugendlichen ist eine verabscheuungswürdige Tat. Dies gilt besonders, wenn Kleriker oder Ordensangehörige sie begehen. Nicht selten erschüttert der von ihnen begangene Missbrauch bei den Opfern – neben den möglichen schweren psychischen Schädigungen – zugleich auch das<br />
Grundvertrauen in Gott und die Menschen. Die Täter fügen der Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer Sendung schweren Schaden zu. Es ist ihre Pflicht, sich ihrer Verantwortung zu stellen</em>.“</p>
<p><strong>Der Orden hatte nie die Absicht, die Missbrauchsfälle wirklich aufzuklären und aufzuarbeiten. Zu bedrohlich und ungeheuerlich wäre das auch für das eigene Selbstverständnis, für die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, für berufliche Existenzen und nicht zuletzt für die wirtschaftlichen Interessen. Der Orden war niemals bereit, die Verantwortung zu übernehmen und er wird das aus genannten Gründen auch niemals tun.</strong></p>
<p>Und noch etwas steht in den Leitlinien:</p>
<p><em>&#8220;47. Eine angemessene Information der Öffentlichkeit unter Wahrung des Persönlichkeitsschutzes der Betroffenen wird gewährleistet.&#8221;</em></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>27.02.2013</strong></p>
<p><strong>Das Murmeltier ist tot.</strong></p>
<p>&#8220;Um die Mitte des 19. Jahrhunderts, als in Frankreich materialle Not einherging mit geistiger Leere und Orientierungslosigkeit, stellte sich einer den scheinbar unlösbaren Problemen entgegen: der Priester Julius Chevalier. Er gründete 1854 in Issoudun bei Bourges die Gemeinschaft Missionaires du Sacre Cœur (Herz-Jesu-MIssionare) mit dem erklärten Ziel, neue Kraft, Mut und Zuversicht in die Herzen der Menschen zu tragen.&#8221;</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.hiltruper-missionare.de/hiltruper_missionare.html"target="_blank">hiltruper-missionare</a></p>
<p>Am Beginn des 21. Jahrhunderts, als materialler Überfluss einherging mit geistiger Leere und Orientierungslosigkeit, stellte sich keiner den Problemen, nicht einmal den lösbaren, entgegen und alles war egal geworden.</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>22.02.2013</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Gastkommentar von Jutta Lehnert, KSJ Trier</strong></p>
<p>Erfahrungsbericht aus dem „Bündnis Aufklärung“ parallel zur Bischofskonferenz in Trier </p>
</p>
<p>Dienstagmorgen, Schülercafé in der Weberbach. Man trifft sich hier, um kurz zu beraten. Einer ist besonders empört, hat Tränen in den Augen. Der Auslöser: Der Satz von Bischof Zollitsch, zitiert im Trierischen Volksfreund: Da gebe es „ ein paar Leute, die glauben für die Opfer zu sprechen.“ Ein betroffener Zeuge ist er, aus der Gruppe der Ehemaligen des Johanneum Homburg. Wir sagen lieber „betroffene Zeugen“ statt Opfer. „Das ist für mich wie ein Schlag ins Gesicht.“ Wir sind uns einig, dass dieser unangemessene Umgang mit tief verletzten Menschen nicht in Einklang zu bringen ist mit dem Amt eines Bischofs. Es bewahrheitet sich, was der Jesuitenpater Christian Herwartz aus Berlin bei der ersten Veranstaltung am Abend davor gesagt hat: Man hört den Opfern nicht zu, man tut nur so, als würde man zuhören. Man hört nicht mit dem Herzen und deshalb hat das Hören auch keine Konsequenzen. Später werden uns Fotos gezeigt. Einige der betroffenen Zeugen und Zeuginnen waren bereit, für den Kreuzweg Kinderfotos herauszusuchen. Welches Gefühl das wohl sein mag, ein Foto von damals wieder in die Hand zu nehmen, sich selbst als noch nicht oder gerade verletztes Kind in Erinnerung zu rufen? Einige geben die Fotos nur für den Kreuzweg her, wollen nicht, dass die Kameras sie verbreiten. Noch nach 40 Jahren ist die Scham groß, ist der Schmerz lebendig.</p>
<p>Ohne mitfühlendes Zuhören bleiben die Tatbestände auf Distanz, die Folge ist höchstens eine oberflächliche Betroffenheitsrhetorik. Vor diesem Hintergrund laufen alle Präventionsmaßnahmen ins Leere, denn man müsste für eine wirkungsvolle Prävention wissen, wovor man sich hüten oder was man vermeiden muss. Prävention setzt voraus, dass man das, was geschehen ist, umfassend verstanden hat. So sagt es auch der Kirchenrechtler Norbert Lüdecke aus Bonn, der mit leiser Ironie die Gestrigkeit des Kirchenrechts vorführt. Das sieht zwar den Tatbestand der sexualisierten Gewalt durch Kleriker vor, ist aber gleichzeitig inkompatibel mit dem weltlichen Recht. Fragen, die jeder deutsche Bischof sich seit den ersten bekannt gewordenen Fällen in den USA und in Irland hätte stellen müssen, werden von ihm klar benannt: Haben Sie sich mit den anhängigen Verfahren und der Aktenlage Ihres Vorgängers so befasst, dass die Verantwortung auch wirklich übernommen wurde? Haben Sie sich wirklich intensiv Opfererfahrungen ausgesetzt? Haben Sie ein reines Herz, was die Beachtung der kirchenrechtlichen und staatsrechtlichen Regelungen angeht? Nicht nur Individuen sondern auch Institutionen haben ein Problem damit, Schuld anzunehmen. Dann überwiegt ein zur Schau gestellter guter Wille, der sich im Umgang mit den Opfern nicht bewahrheitet. Neu war für mich die Information des Psychologen Rainer Banse, dass unter den Tätern in der Kirche der Anteil der brutalen und sadistischen Gewalttäter höher ist als im gesellschaftlichen Feld. Er führt die Übergriffe weniger auf Pädophilie als auf Vereinsamung, ungeklärte Sexualität und Alkoholprobleme zurück. Das Männerbündische und die hierarchischen Machtstrukturen der Kirche wirkten dabei begünstigend.</p>
<p>Mit der Aussage „Aufklärung spaltet“ wies Jesuitenpater Herwatz darauf hin, dass der Weg der Bekehrung zu den Opfern konfliktreich ist, eine Erfahrung, die man zur Zeit im Jesuitenorden macht (Das Buch dazu: Unheilige Macht). Das zeigte sich auch an der zögerlichen Haltung von kirchlichen Gruppen und Verbänden, das „Aktionsbündnis Aufklärung“ zu unterstützen. Dafür war der Wunsch, Hintergrundinformationen zu erhalten und Betroffenen zu begegnen, recht stark. Auch der zweite Abend mit Autorenlesungen war gut besucht. Aus den Berichten vor allem von Rainer Stadler über das Kloster Ettal, aber auch aus den Recherchen von skydaddy (Matthias Krause) und Thomas Schnitzler wird deutlich, wie perfide nicht nur die Taten, sondern auch die Strategien der Vertuschung wirkten. Es herrschte eine bedrückende Atmosphäre im Saal der VHS gegenüber dem Dom, die Verbrechen an den Kindern kamen sehr nahe.</p>
<p>Wie schon am ersten Abend gingen wir dann zum Kornmarkt, um die Laserinstallation zu betrachten, die recht eindrucksvoll an der alten Post unter anderem die Wörter „Aufklärung!“, „Herzensverkalkung“ und „Seelenmordende Seelsorger“ aufscheinen ließ. Das kalte Wetter machte es leider Passanten schwer, länger zum Betrachten zu verweilen. Am Kreuzweg nahmen nur rund 30 Leute teil – natürlich könnte man die die ungewöhnliche Kälte an diesem Abend als Erklärung dafür nehmen. Aber mir scheint es eher die noch ihn den Herzen vorherrschende Kälte zu sein, die sich gegen die Wahrheit sträubt. Bei jeder Station des Leidensweges wurden Tatbestände auf Plakaten dokumentiert und nach einer Zeit der Stille mit einem Wort aus den Klagepsalmen verbunden. Ein hörendes Herz, ein aufmerksames Auge und ein mutiger Mund – darum ging es. Nach dem Kreuzweg war noch Gelegenheit, mit einzelnen Opfern zu sprechen. Es ist empörend, wie mit ihnen bis zur Stunde umgegangen wird: Es reicht einfach nicht, sie einfach einzuladen, ihnen dann Mitarbeiter des Bistums und das „volle Programm der Prävention“ vorzustellen – dabei aber sie selbst kaum zu Wort kommen zu lassen. Eine Kirche, die sich den Opfern zuneigen will, muss neben ihnen aushalten, ihre Sprache, ihre Ängste, ihre Beschuldigungen an sich herankommen lassen – und ihren schweren Weg zur Heilung mitgehen. Daran fehlt es, so ist das. Wie aus dem unwürdigen Streit um die Zahlungen an die Opfer mittlerweile klar wird, sind die Opfer weder bei der Kirche noch beim Staat in guten Händen. Sie sind lästige Störfaktoren, so sieht da aus.</p>
<p>Andere Themen scheinen der Bischofskonferenz wichtiger: Der eucharistische Kongress, das neue Gotteslob und ein widersprüchliches Angebot an „die Frauen“ in der Kirche. Ja, auch die Pille danach. Die Bischöfe sind öffentlich unter Druck geraten, deshalb wird aufgeregt und halbprofessionell reagiert. Was ihnen vorkommt wie ein großer Schritt, ist aber keine wirkliche Lösung. Wie kann man nur meinen, die Schuldgeschichte der Kirche gegenüber „den Frauen“ sei mit einem „Segnungsamt“ aus der Welt zu schaffen? Mir fällt dazu nur ein, dass so etwas nur den Fortbestand der ungerechten Verhältnisse absichert und „die Frauen“ zu Trümmerfrauen der Kirchenkrise degradiert werden. Gesegnete Putzlappen, mehr ist es nicht.</p>
<p>Die offizielle Kirche muss endlich erkennen, dass sich Christus im Gesicht der Opfer spiegelt. Ohne diese Erkenntnis verfehlt sie ihren Auftrag.</p>
<p>Jutta Lehnert</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.01.2013</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Parallelen.</p>
<p></strong></p>
<p>Gastbeitrag von Bernhard Rasche: Opfer werden nicht gehört. Ein Betroffener über die Aufklärungspraxis der katholischen Kirche bei Missbrauchsfällen.</p>
<p><a href="http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Gastbeitrag-von-Bernhard-Rasche-Opfer-werden-nicht-gehoert%3Bart16698,7255933"target="_blank">www.mainpost.de</a></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>01.11.2012</strong></p>
<p><strong>Artikel im Pilger: &#8220;Wird Haupert erneut Mediator?&#8221;</strong></p>
<p>Das würde die INITIATIVE sehr begrüßen und so hatte sich ja bereits Geschäftsführer Christoph Basler gegenüber der Presse geäußert. Auch der Orden lobte die Zusammenarbeit – bis ein Ordensmitglied aufgrund der Weitergabe falscher Informationen rechtliche Schritte einleitete.</p>
<p>Eine Weiterführung der Gespräche bedarf unbedingt der Moderation durch eine kompetente Person und das ist Herr Dr. Haupert ohne Zweifel.</p>
<p>Neuer Missbrauchsbeauftragter des Ordens ist <strong>Herr Prof. Dr. Lehmann</strong>. “Er sei von den Herz-Jesu-Missionaren angefragt worden, unterhalte zu einigen der Patres <strong>freundschaftliche Verbindungen</strong>.”, so der Pilger.</p>
<p>“Der evangelische Mediziner sieht seine Rolle als Missbrauchsbeauftragter klar in den Leitlinien der Bischofskonferenz zum Umgang mit Missbrauchsfällen definiert: Wenn sich ein Opfer bei ihm meldet, dann sucht er den persönlichen Kontakt zu den Menschen.<br />
Anschließend gibt es ein Protokoll, in dem der Hilfesuchende seine Erinnerungen an den Missbrauch aufschreibt. Dr. Lehmann <strong>leitet dann dieses Papier an den Orden weiter</strong>.”</p>
<p>„Ich sehe es als meine Bürgerpflicht an, den Orden in dieser schwierigen Situation zu unterstützen“, heißt es weiter.</p>
<p>Moment mal. Meldet sich das Murmeltier etwa schon wieder und diesmal sogar am hellichten Tag?</p>
<p>Den Orden unterstützen – ja, das scheint in den Richtlinien irgendwo versteckt zu sein, das taten schon die Vorgänger nach Kräften.</p>
<p><strong>Den Orden unterstützen – Nicht etwa die Opfer!</strong></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p>Kontakt Missbrauchsbeauftragter</p>
<p>Klickt man auf der Seite der Hiltruper Missionare den Missbrauchsbeauftragten an, erscheint ein Kontaktformular &#8211; wiederum auf der Seite der Hiltruper Missionare.</p>
<p><a href="http://www.hiltruper-missionare.de/kontaktmailer.php?ursprung=bWlzc2JyYXVjaHNmYWVsbGU=&#038;empfaenger=a2xlZXI=" target="_blank">Kontaktformular</a></p>
<p>Ihre E-Mail-Adresse:<br />
Betreff:<br />
Text:</p>
<p>Das schafft wirklich Vertrauen !</p>
<p>(Inzwischen hat man reagiert und der Link führt nicht mehr zum Kontaktformular. -Red.)</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>27.10.2012</strong></p>
<p><a href="http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&#038;tpl=rhpMsg_thickbox.html&#038;path=/rhp/lokal/zwe/lan&#038;id=91_5296490" target="_blank">www.rheinpfalz.de</a></p>
<p><strong>Diskretes Hamsterrad und das Murmeltier grüßt immer weiter.</strong></p>
<p>An wen leitet der neue Missbrauchsbeauftragte die Schriftstücke weiter? An den Orden? An wen bitte? An den neuen Provinzial und alten Missbrauchsbeauftragten etwa? Dann hat er es doppelt und dreifach, das kann nicht schaden und je mehr davon wissen, umso besser. Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere dazu, der das noch nicht verstanden hat. Und dann? Ab ins diskrete Hamsterrad. Gab es da nicht mal eine Kommission dafür, glauben wir uns dunkel zu erinnern? Das also sind die Richtlinien?</p>
<p>Widmen wir uns einmal dem Kernsatz: &#8220;Er darf es weder kommentieren noch persönliche Stellungnahmen dazu abgeben.&#8221;</p>
<p>Ja also, da ist es ja wieder, da hätten wir uns aber auch gewundert. Da waren Missbrauchsbeauftragte des Ordens in der Vergangenheit aber deutlich redseliger, wenn auch nicht wirklich auskunftsfreudiger im Hinblick auf die versprochene &#8220;umfassende Aufklärung&#8221;. Also, der neue jedenfalls darf nicht, er ist ja nur Briefkasten und Postbote in einer Person.</p>
<p>Ein wirklich glaubwürdiges und diskretes Verfahren, wenn auch ein ganz klein wenig skurril.</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>24.10.2012</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Gastkommentar zur Mandatsniederlegung des Mediators Herrn Prof. Dr. Haupert:</strong></p>
<p>Opfer, die sexuelle Gewalt innerhalb der Kirche anzeigen, müssen mit Anzeigen rechnen. Das ist bekannt. Dass auch gegen Mediatoren juristisch vorgegangen wird, ist neu. Matthias Katsch formulierte es Anfang 2012 mal so: &#8220;Bei Betroffenen von sexueller Gewalt im Bereich von Institutionen wie der katholischen Kirche kommt zum eigentlichen Verbrechen [die] zweite Tat durch die Institution hinzu. Diese hat in der Vergangenheit gar nicht oder nicht adäquat auf Rückmeldungen von Opfern reagiert. Dieses zweiten Verbrechens werden sich die nun erwachsenen Opfer aber erst im Zuge der Aufdeckung und des Sprechens über den Missbrauch bewusst. …Die Opfer wurden alleine gelassen.“ Diese Entwicklung ist desaströs &#8211; für die Opfer &#8211; und für die Glaubwürdigkeit der Kirche. Die Glaubwürdigkeit der kath. Kirche kann dann auch nicht durch Events wie Papstbesuch, Weltjugendtage, Jahr des Glaubens, &#8230; wiederhergestellt werden. Sie wird daran gemessen, wie die Kirche mit den Opfern der eigenen Pastoral umgeht.    </p>
<p>Quelle: <a href="http://www.gottes-suche.de/2.Aktuelle%20Nachrichten.html" target="_blank">http://www.gottes-suche.de</a></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>14.10.2012</strong></p>
<p>Zu den Artikeln in der <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Rheinpfalz </a></p>
<p>Wie begründet und aktuell das <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/wp-content/uploads/2011/02/Positionspapier.pdf" target="_blank">Positionspapier </a>der INITIATIVE für Berlin ist wurde erneut bestätigt.</p>
<p>Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis das Bemühen der INITIATIVE um die Wahrheit im Ansatz Erfolg hatte. Die Dunkelziffer dürfte noch erheblich höher liegen. Wir bedanken uns bei all den aufrichtigen und mutigen Menschen, die zu dem Unrecht nicht schweigen.</p>
<p>Warum konnte das so lange dauern? Einfach deshalb, weil es geht und weil ein wirkliches Interesse an Aufklärung, Aufarbeitung, Übernahme von Verantwortung und Wiedergutmachung in vielen Institutionen nicht besteht.</p>
<p>Das sollte doch Anlass genug sein, dass die Ordensoberenkonferenz und die Bischofskonferenz ihre Richt- und Leitlinien im Umgang mit Betroffenen und Tätern gründlichst überarbeiten, auch im Sinne einer erfolgreichen und glaubwürdigen Prävention.</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/wp-content/uploads/2011/02/Positionspapier.pdf" target="_blank">Unser Positionspapier</a></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>20.9.2012</strong></p>
<h3>Der Weg des Versteckspielens</h3>
<p>Das erneute Versagen bei der Aufklärung und Aufarbeitung, beim Umgang mit Betroffenen, die Unfähigkeit, Wahrheit und Fehler einzugestehen und die Weigerung, Verantwortung zu übernehmen bedürfen wohl keines Kommentars mehr.</p>
<p>Auch die sinkenden Schülerzahlen, die Pressestimmen, die Kirchenaustritte, die Bemühungen der Elternvertretung und die öffentlichen Appelle Bischof Wiesemanns und des Generalvikars Herrn Dr. Jung scheinen an der Haltung des Ordens der Hiltruper Missionare nichts ändern zu können.</p>
<p>Waren schließlich bereits die Versuche des Bistums, den Orden zur Aufklärung und Aufarbeitung zu bewegen, am Widerstand des Provinzials des Ordens Herrn Pater Werner Gahlen (MSC) sowie des Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Martin Kleer (MSC) gescheitert wie auch jetzt die Vermittlungsbemühungen des Mediators Herrn Prof. Dr. Haupert.</p>
<p>Die Weiterführung des Ombudsmannmodells des Bistums mit Herrn RA Rüdiger Weidhaas wurde von Herrn Pater Dr. Kleer als Missbrauchsbeauftragten abgelehnt ebenso wie weitere Gespräch mit ihm als Mediator, da seine Neutralität in Zweifel gezogen wurde.</p>
<p>Unser darauf folgender Vorschlag, Frau Andrea Fischer, ehemalige Gesundheitsministerin und Publizistin, als Mediatorin zu beauftragen, wurde ebenfalls abgelehnt. Sie hatte sich bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen. Bereits bei den Jesuiten hatte sie einen Bericht zu den Missbrauchsfällen dort erstellt.</p>
<p>Und nun wurde der letzte Mediator, Herr Prof. Dr. Haupert aufgrund der Androhungen juristischer Schritte seitens eines Ordensmitgliedes zur Aufgabe veranlasst.</p>
<p>Das Verfahren anhand der Leitlinien sei der beste und einzig richtige Weg, so der Missbrauchsbeauftragte Herr Dr. Kleer.</p>
<p>Auf jeden Fall für ihn und die Ordensgemeinschaft, so scheint man innerhalb des Ordens zu glauben.</p>
<p>Siehe auch <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115">Pressespiegel</a></p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<p><strong>23.6.2012</strong></p>
<h3>Und ewig grüßt das Murmeltier</h3>
<p>zum Artikel im <a href="http://www.pilger-speyer.de/nachrichten/aus-dem-bistum/article/missbrauchs-opfer-kritisieren-orden/" target="_blank">Pilger</a> vom 22.06.2012</p>
<p>Beklagte sich der Missbrauchsbeauftragte des Ordens der Hiltruper Missionare, Herr Pater Dr. Martin Kleer (MSC), anlässlich des Gespräches in Kaiserslautern noch über den Konfrontationskurs, dem sich der Orden zu Unrecht ausgesetzt sah, so offensichtlich wird erneut der Grund für diesen Kurs. Als hätten die Gespräche in Speyer und die beiden Gespräche in Kaiserslautern niemals stattgefunden und als wäre er in seiner Eigenschaft als Missbrauchsbeauftragter bei den Gesprächen in Kaiserslautern nicht dabei gewesen.</p>
<p>Immer mehr entpuppen sich die Richtlinien der DOK als das, was sie sind: Richtlinien zum Schutz der Institutionen, in denen wie am Johanneum Kinder und Jugendliche missbraucht wurden, missbraucht von Männern einer katholischen Ordensgemeinschaft, denen sie anvertraut waren.<br />
Was mag der Grund sein, dass das mittlerweile allseits Bekannte und Offensichtliche weiter geleugnet wird und die Verantwortung für das erlittene Unrecht und die Gewalt, für das seelische und körperliche Leid und für zerrissene Biographien weiter abgelehnt wird?<br />
Für Taten Einzelner – und damit sind weiter ausdrücklich nur zwei derzeitige Mitglieder des Ordens gemeint – könne sich der Orden nicht entschuldigen. Ein drittes ehemaliges Ordensmitglied, das die missbräuchliche „Beziehung“ zu einem Jugendlichen im Internat des Johanneums eingestand, gehe ihn nichts an, da er (heute) nicht (mehr) zum Orden gehöre, so Herr Dr. Kleer auf konkrete Nachfrage. Offenbar genauso wenig wie die Übergriffe weiterer Ordensmitglieder, von denen er angeblich nichts weiß.</p>
<p>Wurde lange Zeit lediglich von zwei Tätern und sechs Betroffenen gesprochen, so räumt er nunmehr die Vergehen und Verbrechen an zehn Betroffenen durch immer noch zwei Täter ein. Bei dem letzten Gespräch in Kaiserslautern wurde jedoch deutlich, dass man von weit mehr Betroffenen als bisher bekannt ausgehen muss und dabei von bis zu acht übergriffigen Ordensmitgliedern, immerhin etwa ein Drittel der ständigen Belegschaft am Johanneum in den Jahren 1970 bis 2000. Die Aussagen namentlich bekannter Betroffener gegenüber dem von beiden Seiten anerkannten neutralen Moderator der laufenden Gespräche und gleichzeitigen Ansprechperson für Betroffene und Opfer unter vorher vereinbarter Wahrung ihrer Anonymität bzw. gegenüber den seinerzeitigen Ansprechpartnern und Obmänner des Bistums Speyer werden ignoriert; eine mit Sicherheit existierende Dunkelziffer gar nicht beachtet.<br />
Es verwundert doch deutlich, dass man von Verantwortung für die Geschehnisse als Ordensgemeinschaft so rein gar nichts wissen will. Auch dass der langjährige Internatsleiter, Pater Ollertz mehrfach darauf hingewiesen hat, dass er im Fall des nunmehr kirchenrechtlich bestraften Haupttäters Pater W. in den Jahren 1981 bzw. 1986 die Ordensleitung, damals Herr Pater Dr. Völler, informiert habe, ist offenbar kein Grund, zumindest einen Teil der Verantwortung zu übernehmen und Fehler einzugestehen. Immerhin hätten weitere Übergriffe verhindert werden können und nicht noch mehr Kinder und Jugendliche wären zum Opfer geworden, hätte die Ordensleitung entsprechend gehandelt. Auch wäre es für Betroffene möglich gewesen, strafrechtliche Konsequenzen einzufordern und zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen, bevor eine Verjährung dies verhindert.</p>
<p>Unverändert stehen die Stellungnahmen auf der Seite des Johanneums und auf der Homepage der Hiltruper Missionare. Waren es erst zwei Täter und 6 Betroffene, so sind es heute offiziell 10 Betroffene und immer noch zwei Täter.<br />
Aber nie hat man etwas gewusst, nie hätte man etwas anders, besser machen können, nie hatte man Verantwortung und hat sie heute nicht.</p>
<p>Warum ist für die Betroffenen die einseitige Darstellung der Vergangenheit durch die Ordensoffiziellen in der Öffentlichkeit so unerträglich? Ganz einfach – weil es nicht die Wahrheit ist!</p>
<p>________________________________________________________________________</p>
<h3>Aufklärung auf katholisch</h3>
<p>Das Verhalten Herrn Bischof Ackermanns betrifft auch einen Fall am Johanneum. Einer der Betroffenen hatte sich an Bischof Ackermann gewendet und einen ehemaligen Pater der Herz-Jesu-Missionare Hiltrup, ehemals Internatspräfekt am Internat Johanneum, belastet. Anstatt Hilfe zu erfahren, sah sich der Betroffene jedoch plötzlich einer Klage des Pfarrers ausgesetzt.</p>
<p>Die über Jahre erfolgten Taten an dem damals minderjährigen Schutzbefohlenen wurden zwar zugegeben, das Verfahren von der Staatsanwaltschaft jedoch aufgrund der Verjährung eingestellt. Der heutige Pfarrer einer saarlänischen Gemeinde wurde nach vorübergehender Suspendierung von Bischof Ackerman rehabilitiert und ist seitdem wieder in seiner Gemeinde tätig. Insbesondere die Arbeit mit einer großen Messdienergruppe gehört weiter zu seinen Aufgaben.</p>
<p>“Gespräche im Sinne der Leitlinien konnten damit nicht geführt und Hilfsangebote nicht gemacht werden.”</p>
<p>Wie berechtigt unsere Kritik an den Leitlinien ist, zeigt sich auch hier erneut. Da sich der Betroffene in diesem Fall nicht an den Missbrauchsbeauftragten des Ordens der Hiltruper Missionare wendete, sondern an Bischof Ackermann persönlich, wird dieser Fall von dem Missbrauchsbeauftragten der Hiltruper Missionare bis dato ebensowenig “mitgezählt” wie der ehemalige Pater des Ordens als Täter. Zudem gehört er nicht mehr dem Orden an und fällt somit nicht in den eigenen “Zuständigkeitsbereich&#8221;. Hilfe bekam der Betroffene bis heute nicht.</p>
<p>Im vollen Umfang die Missbrauchsfälle am Johanneum aufzuklären – das versprach im Februar 2010 der Provinzial der Hiltruper Missionare Herr Pater Gahlen ebenso wie Herr Bischof Ackermann “Null-Toleranz”.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Kleine Schritte</h3>
<p>Vor zwei Jahren wurden Missbrauchsfälle am Johanneum erstmals auch öffentlich<br />
bekannt. Der nun veröffentlichte Bericht auf der Homepage des Ordens ist ein weiterer<br />
Schritt bei der Aufklärung und Aufarbeitung.</p>
<p>Die dort veröffentlichten offiziellen Angaben des Ordens über die Anzahl Betroffener und<br />
übergriffiger Ordensmitglieder decken sich allerdings noch nicht mit unseren<br />
Erkenntnissen, die wir im Rahmen unserer nunmehr zweijährigen Arbeit gewonnen haben.<br />
Die Erkenntnisse der verschiedenen Ansprechpartner wurden noch nicht vollständig<br />
miteinander abgeglichen. Die Angaben beziehen sich offenbar ausschließlich auf die<br />
Angaben Betroffener, die sich bei den Ansprechpartnern des Ordens selbst meldeten.</p>
<p>Bisher wurden zwei der Täter suspendiert, einer davon also gut 30 Jahre nach dem<br />
internen Bekanntwerden seiner Taten.</p>
<p>Letztlich wird die Frage nach der genauen Anzahl der Betroffenen nie vollständig zu klären<br />
sein. Bekannt sind bereits etliche Fälle. Jeder Fall sexuellen Missbrauchs ist einer zu viel<br />
und richtet im Leben der Betroffenen lebenslang anhaltenden Schaden an. Von einer<br />
hohen Dunkelziffer ist ohnehin auszugehen, betrachtet man den langen Zeitraum, in dem<br />
Männer immer wieder, teils mehrfach, Kinder und Jugendliche missbrauchten.</p>
<p>Der Missbrauchsbeauftragte des Ordens, Herr Pater Dr. Kleer (MSC) darf als<br />
unvorbelastet gelten. Das ist wohl einer der Gründe, warum er diese Funktion ausübt .<br />
Inwiefern er diese Aufgabe unabhängig erfüllen kann und will und inwiefern ihn die<br />
Ordensgemeinschaft bei der im Februar 2010 versprochenen Aufklärung und Aufarbeitung<br />
unterstützt, wird sich bei den weiteren Gesprächen sicher zeigen.</p>
<p>Wir begrüßen die Bereitschaft des Ordens, in der Frage der Therapiekostenübernahme<br />
alternativ/ergänzend zu den Richtlinien der DOK und DBK individuell auf die Bedürfnisse<br />
der Betroffenen einzugehen, sofern die Krankenkassen nicht zahlen. Wir gehen davon aus<br />
und erwarten, dass dies auch vollumfänglich geschieht. Inwiefern zuvorderst die<br />
Krankenkassen und somit die Versicherten für Therapiekosten aufkommen müssen und<br />
nicht die Verursacher, darf grundsätzlich in Frage gestellt werden. Zum Teil fordern<br />
Krankenkassen bereits Ersatz.</p>
<p>Dass seit Inkrafttreten der Richtlinien der DOK und DBK erst drei der Betroffenen (zu<br />
denen wir keinen Kontakt haben) einen entsprechenden Antrag auf „materielle Leistung in<br />
Anerkennung des Leids“ gestellt haben, werten wir als deutliches Zeichen dafür, dass die<br />
Akzeptanz dieses über die Köpfe der Betroffenen festgesetzten Verfahrens bei den Opfern<br />
sexuellen Missbrauchs nicht gegeben ist. Die strenge Einhaltung des Verfahrens kann<br />
somit nicht der geeignete Weg zur Aufklärung, Aufarbeitung und Wiedergutmachung sein,<br />
wenn der Orden seiner Verantwortung gerecht werden will.</p>
<p>Die immer noch offen gebliebenen Fragen sollten möglichst bald in einem weiteren<br />
moderierten Gespräch erörtert werden. Wir erwarten, dass als deutliches Zeichen für die<br />
Gesprächsbereitschaft auch bei der Terminplanung Prioritäten gesetzt werden, denn<br />
bereits „vor zwei Jahren, Ende Februar 2010, wurde bekannt, dass es auch am<br />
Johanneum Missbrausfälle gab.“</p>
<p>Solange dauert nun schon unsere intensive und mitunter schwer belastende<br />
Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit, die immer gegenwärtig bleibt und uns<br />
unser Leben lang begleiten wird.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>INTERNA</h3>
<p>Früher, so war es üblich, wurden die Verbrechen an Kindern in kirchlichen Institutionen oftmals als “innere Angelegenheit” der Kirche betrachtet. Täter wurden in andere Gemeinden versetzt, die nichts davon wussten und ihre Kinder dem neuen Pfarrer anvertrauten. Oder sie wurden als Seelsorger in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Behinderteneinrichtungen eingesetzt, um sie aus der Schusslinie zu bringen. Oder Täter waren eben für eine Weile offiziell auf einer Fortbildung und kehrten dann zurück. Und machten weiter.</p>
<p>Jahrzehntelang wurden also diese Fälle als “Interna” betrachtet, Konsequenzen und Strafen, die der Gesetzgeber für Kindesmissbrauch und Missbrauch von Schutzbefohlenen vorsah, gab es nicht. Hilfe für die Betroffenen gab es ebenfalls nicht.</p>
<p>Heute sagt man uns und den Betroffenen anderer kirchlichen Institutionen, es sei alles verjährt. Und zieht sich auf die Rechtslage zurück, die man in diesen Institutionen jahrzehntelang zu ignorieren wusste. Konsequenzen gibt es so gut wie nicht. Dafür gibt es die Richtlinien der DOK und DBK, Präventionsverordnungen, “freiwillige Leistungen in Anerkennung des Leids” usw.</p>
<p>Und wieder ist es also eine “interne Angelegenheit”, da man heute die Liebe zum Rechtssystem entdeckt hat und sich auf die Verjährung der Taten berufen kann, deren Ahndung ausblieb, als man das noch unbehelligt als “interne Angelegenheit” behandeln konnte .</p>
<p>Wirkliche Hilfe für die Betroffenen gibt es immer noch nicht, die Täter und Verantwortlichen werden nicht zur Rechenschaft gezogen, aufgeklärt wird nur ansatzweise, die Aufarbeitung für Betroffene teilweise zur erheblichen Belastung und Entschädigungen gibt es nicht.</p>
<p>Deshalb setzen wir uns u.a. in Berlin für die Aufhebung der Verjährungsfristen ein, denn nur so scheint es möglich, eine umfassende Aufklärung, Möglichkeiten zur Aufarbeitung und eine angemessene Entschädigung für Betroffene zu errreichen.</p>
<p>Solange nicht umfassend aufgeklärt wird, den Betroffenen bei der Aufarbeitung keine wirkliche Hilfe zuteil wird, Entschädigungen nur Symbolcharakter haben und personelle Konsequenzen ausbleiben, solange wird der umfassende Schutz von Kindern genauso ein frommer Wunsch bleiben wie eine Erneuerung der Kirche.</p>
<p>Nicht nur in kirchl. Institutionen, sondern überall dort, wo Kindern Gewalt angetan wurde.</p>
<p>Unabhängig von unseren gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Betroffenen auf politischer Ebene werden wir unter Leitung des Mediators Herrn Prof. Dr. Haupert die Gespräche mit dem Orden der Herz-Jesu-Missionare fortführen, um eine Einigung zu erzielen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Aufarbeitung</h3>
<p>“Bei der Aufarbeitung sei der Orden gefordert, man sei da auf einem guten Weg, es gebe Enschädigungszahlungen und Gespräche mit den Opfern” heißt es im Artikel der SZ vom 20.8.2011.</p>
<p>Es ist richtig, dass ein moderiertes Gespräch der INITIATIVE mit dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens Herrn Pater Dr. Kleer, Herrn Pater Gahlen und Herrn Pater Ollertz stattgefunden hat. Weitere Gespräche sollen folgen. Bisher wurden von Mitgliedern der INITIATIVE oder anderen Betroffenen, die mit ihr in Kontakt stehen, noch keine Anträge auf Entschädigung gestellt. Zu den Betroffenen, die sich bei Herrn Feltes, bei dem Missbrauchsbeauftragten Herrn Pater Dr. Kleer oder anderen Ansprechpartnern gemeldet haben, besteht nach wie vor kein Kontakt der INITIATIVE. Als positives Zeichen werten wir, dass die von uns kritisierte Stellungnahme, in der bezugnehmend auf den Feltes-Bericht von ausschließlich 6 Fällen und zwei Tätern die Rede war, von der Homepage des Ordens entfernt wurde. Ob die Aufklärung und Aufarbeitung der Missbrauchsfälle auf einem guten Weg sind, wird sich in den weiteren Gesprächen und in der Bereitschaft, die Verantwortung zu übernehmen, zeigen. Ein Anfang ist zumindest gemacht.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Film “Und wir sind nicht die Einzigen” über die Odenwaldschule.</h3>
<p>Es herrscht Sprachlosigkeit und Erschrecken bei den Betroffenen. Wir sind schockiert über die Parallelen.<br />
Sei es das Vorgehen der Täter, der Einfluss der Übergriffe auf die Biographien von uns Betroffenen oder die Haltung der damaligen und heutigen Verantwortlichen sowie der heutige Umgang mit uns. In nahezu allen betroffenen Einrichtungen, ob in staatlicher, kirchlicher oder privater Trägerschaft, in Sportvereinen oder Familien gleicht sich das Bild.</p>
<p>Zum Download des Films:</p>
<p><a href="http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=25055" target="_blank">Und wir sind nicht die Einzigen</a></p>
<p>Und auch wir sind “nicht die Einzigen”. In unserer Link-Sammlung finden Sie weitere regionale und bundesweite Initiativen und Vereine Betroffener sexueller Gewalt, Anlaufstellen und Hilfsangebote.</p>
<p>In diesem Zusamenhang machen wir auch auf die Sendung vom 24.5.2011 “Menschen bei Maischberger” aufmerksam, die zeitgleich lief.</p>
<p>Zum Download der Sendung:</p>
<p><a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/7259730_ein-jahr-kampf-gegen-sexuellen-missbrauch–wie-mach?type=null&amp;buchstabe=M" target="_blank">Ein Jahr Kampf gegen sexuellen Missbrauch</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Krise, Anspruch und Wirklichkeit, Worte und Taten</h3>
<p>Vortrag von Herrn Pater Prof. Berges (MSC) (Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, die alleinige Gesellschafterin der Johanneum gGmbH ist), Pressedienst Münster, 31.3.2011</p>
<p>&#8220;Die Schutzräume des Vertrauens, in denen Erwachsenwerden gelingen sollte, wurden zu Schauplätzen des Bösen.&#8221; Das wurden sie nicht von alleine, sie wurden geschaffen. In die eiternden Wunden müsse man den Finger legen. Statt erneut den Finger in die Wunden der Betroffenen zu legen und die selbst verursachte Krise zu bedauern, sollte der Finger endlich in die eigene Wunde gelegt werden – durch eine umfassende Aufklärung und Übernahme der Verantwortung.</p>
<p><a href="http://www.ktf.uni-bonn.de/Einrichtungen/alttestamentliches-seminar/neues/veroeffentlichung-pressestelle-bistum-muenster" target="_blank"> Pressedienst Münster 31.3.11</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Artikel in der Rheinpfalz vom 9.4.2011</h3>
<p>In seinem Schreiben vom 6. April 2011 an die INITIATIVE schrieb Generalvikar Herr Dr. Jung, es bestehe ein schwerer Dissens über die Frage, wie mit den Missbrauchsfällen und den Betroffenen umzugehen sei. Dieses Schreiben erhielt im selben Wortlaut der Provinzial des Ordens der Hiltruper Herz-Jesu-Missionare, Herr Pater Werner Gahlen (MSC).</p>
<p>Wenn das bischöfliche Ordinariat des Bistums Speyer so offen und wiederholt das Verhalten des Ordens rügt, so geschieht das doch gewiss nicht auf Grundlage irgendwelcher Gerüchte.</p>
<p>Seit über einem Jahr bemühen sich die Betroffenen, unterstützt vom Bistum Speyer, die damaligen wie heutigen Verantwortlichen des Ordens der Herz-Jesu-Missionare zu einer umfassenden Aufklärung zu bewegen.</p>
<p>Die Einsetzung eines unabhängigen, befugten und neutralen Ermittlers, moderierte Gespräche mit den Betroffenen, die Einrichtung eines runden Tisches, daraus resultierend die Erstellung eines umfassenden Berichtes – all dies wurde vom Orden abgelehnt. Die Forderung nach umfassender Aufklärung seitens der Elternvertretung wurde ignoriert und die Schulleitung vermutlich an eigenen Bestrebungen dazu gehindert. Auf Gesprächsangebote der INITIATIVE wurde bisher nicht reagiert.</p>
<p>Der Missbrauchsbeauftragte des Ordens, Herr Pater Dr. Martin Kleer (MSC) spricht nun davon, jetzt brauche man keinen Detektiv mehr, “der alles durchstöbert“. Die Betroffenen sehen das anders und sich in ihrer Kritik bestätigt. Gerade dies wurde nämlich trotz des Versprechens des Provinzials Herr Pater Werner Gahlen (MSC) im Februar 2010, für umfassende Aufklärung zu sorgen, bisher nicht getan.</p>
<p>Was mögen die Gründe dafür sein? Warum scheint sich der Orden so kategorisch einer Aufklärung durch Dritte zu verschließen, warum sollte es offenbar keine Ermittlungen geben, warum keinen umfassenden Bericht, warum verweigert der Orden bisher konsequent das offene Gespräch mit den Betroffenen? Warum bleibt er weiterhin bei der ursprünglichen Stellungnahme?</p>
<p>Ist es verwunderlich, dass die Menschen in Anbetracht des Umgangs mit den Missbrauchsfällen, wofür das Verhalten des Ordens exemplarisch zu sein scheint, das Vertrauen in die Kirche und ihre Institutionen verlieren?</p>
<p>Wie ließ noch der Pfarrer einer Neunkircher Gemeinde (damals selbst Ordensmitglied und Internatspräfekt im Internat), der die sexuelle Beziehung mit einem schutzbefohlenen Jugendlichen eingestand, im Pfarrbrief seiner Gemeinde verlauten: Die steigenden Austrittszahlen seien hauptsächlich in der Möglichkeit begründet, die Kirchensteuer einzusparen.</p>
<p>Glauben Sie das wirklich?</p>
<p>(Anm. der Red.: Die Mutter eines Betroffenen wendete sich zeitnah zum Missbrauch an den damaligen Internatsleiter P.O, dem seit Februar 2010 die Ausübung aller seelsorgerischen Dienste im Bistum Speyer untersagt wurde. Für die Rückversetzung von P.W. nach Homburg nach einem Jahr jedoch sollen die damaligen Ordensoberen verantwortlich gewesen sein. Die damaligen Verantwortlichen zeichnen auch heute noch im Provinzrat des Ordens, in der Hiltruper-Missionare GmbH, in der Stiftung zur Ausbildung von Jugendlichen, dem Stiftungsrat sowie in der Johanneum gGmbH verantwortlich in entsprechender Funktion)</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?p=214"><span style="color: #0000ff;">Im Kreis geschickt</span></a></h3>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Zuständigkeiten</h3>
<p>Der juristische Sachverstand eines Laien reicht hier vielleicht gerade noch aus, um das zu verstehen, soweit sich das Problem weiter auf einer rein formaljuristischen und somit den Verursachern dienenden Ebene befindet.</p>
<p>Fazit jedoch: Die damals Verantwortlichen sind heute zuständig für die Aufklärung und Ahndung ihrer eigenen Taten und betreuen die Betroffenen. Das klingt wirklich nach einem ausgeklügeltem Rechtssystem.</p>
<p>Zumal es auch heutige Rechtsnormen gibt, verankert in der Stiftungssatzung sowie der Grundordnung für katholische Schulen, gegen die – wie es scheint – beim heutigen Umgang mit den Missbrauchsfällen inhaltlich ebenso verstoßen wird wie damals. Oder sind das nur unverbindliche Absichtserklärungen?</p>
<p>Was für ein Signal an die Jugend.</p>
<p>Auszug aus der <a href="http://cms.bistum-speyer.de/www2/file.php?mySID=95f51f71e7ba4b1958b4ca45fa0881c8&amp;file=/ovb/OVB2008/OVB_2008_09_beilage_stiftung_johanneum_gmbh.pdf&amp;type=down" target="_blank">Stiftungssatzung:</a></p>
<p>&#8220;Die Katholische Schule in freier Trägerschaft unterscheidet sich von<br />
den Staatlichen Schulen durch den Versuch, die Frage nach dem Sinn des<br />
Lebens und nach der Berechtigung und Begründung von Wertsystemen aus<br />
dem christlichen Glauben zu beantworten.</p>
<p>Die Katholische Schule will in ökumenischem Sinn Ort der Begegnung und<br />
des Verständnisses sein und Einsatzbereitschaft für Wohl und Frieden<br />
aller wecken.</p>
<p>Wichtigstes Ziel in Erziehung und Bildung ist in angemessenem Umfang<br />
die religiöse Bildung und Glaubenserziehung.&#8221;</p>
<p>2. Die Stiftung erkennt die vom Bischof von Speyer erlassene<br />
„Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher<br />
Arbeitsverhältnisse“, die „Grundordnung für die katholischen Schulen<br />
im Bistum Speyer“ (OVB 1991, S. 507–513) und dazu ergangenen<br />
Regelungen in ihrer jeweiligen Fassung als verbindlich an und wird<br />
diese anwenden; das gleiche gilt, wenn die vorgenannten Regelungen<br />
durch andere Regelungen ersetzt werden.</p>
<p>3. Die Stiftungsaufsichtsbehörde ist auf Wunsch jederzeit über alle<br />
Angelegenheiten der Stiftung zu unterrichten. Ihr ist unaufgefordert<br />
der Jahresabschluss vorzulegen.</p>
<p>Aus der <a href="http://cms.bistum-speyer.de/www2/file.php?mySID=9bde554f8ec57ff095f30636f8840146&amp;file=/bistum/Schulordnung-katholische-Schulen_speyer.pdf&amp;type=down" target="_blank">Grundordnung für katholische Schulen Im Bistum Speyer:</a></p>
<p>Aus der Verbundenheit der Kirche mit der menschlichen Gesellschaft,<br />
aus dem Bewusstsein in ihrer Verantwortung für den Menschen, ergibt<br />
sich für die Kirche die Aufgabe, auch auf dem Gebiet der Erziehung und<br />
Bildung tätig zu werden und ihre Wertvorstellungen zu verwirklichen.</p>
<p>Die katholischen Schulen in freier Trägerschaft sind ein Angebot für<br />
Eltern, Schüler und Lehrer,eine im katholischen Glauben wurzelnde und<br />
am christlichen Menschenbild orientierte Erziehung und Bildung<br />
mitzugestalten.</p>
<p>§ 2</p>
<p>Zielsetzung</p>
<p>(1) Katholische Schulen in freier Trägerschaft sollen den Schülern<br />
helfen, ein Leben aus dem Glauben zu führen und so die Welt<br />
mitzugestalten. Alle schulischen Bemühungen dienen der Entfaltung der<br />
menschlichen Anlagen sowie der Befähigung des Menschen zum Dienst an<br />
seinen Mitmenschen, an der Welt und am Reich Gottes.</p>
<p>(2) Die katholischen Schulen in freier Trägerschaft im Lande<br />
Rheinland-Pfalz sind auch dem allgemeinen Erziehungs- und<br />
Bildungsauftrag verpflichtet, wie er im Landesgesetz über die Schulen<br />
in Rheinland-Pfalz bestimmt ist.</p>
<p>Danach erzieht die Schule vor allem zur Selbstbestimmung in Verantwortung vor<br />
Gott und den Mitmenschen, zur Anerkennung ethischer Normen, zur<br />
Achtung vor der Überzeugung anderer, zur Bereitschaft, die sozialen<br />
und politischen Aufgaben eines Bürgers im freiheitlich-demokratischen<br />
und sozialen zu übernehmen und zur verpflichtenden Idee der<br />
Völkergemeinschaft.</p>
<p>§ 3</p>
<p>Grundsätze für die Erziehungs und Bildungsarbeit</p>
<p>(1) Die Grundlage für die Erziehungs- und Bildungsarbeit an<br />
katholischen Schulen in freier Trägerschaft ist das christliche<br />
Menschen- und Weltverständnis, das sich aus den in Schrift und<br />
Tradition enthaltenen und von der Katholischen Kirche vermittelten<br />
Aussagen der göttlichen Offenbarung ergibt.</p>
<p>Daraus leiten sich folgende Grundsätze ab:</p>
<p>1. Ziele und Inhalte der Erziehung und Bildung orientieren sich an<br />
Individualität, Gemeinschaftsbezogenheit und Gottbezogenheit als den<br />
Grundgegebenheiten der menschlichen Person.</p>
<p>2. Der Schüler soll sich zu einem ganzheitlich gebildeten Menschen<br />
entwickeln können, der fähig und bereit ist, Verantwortung für sich<br />
selbst sowie Verantwortung in Familie, Gesellschaft, Kirche, Staat und<br />
Welt zu übernehmen. Seine Anlagen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen<br />
entfaltet und die Kräfte des Verstandes, des Gemütes und des Willens<br />
herangebildet werden.</p>
<p>3. Religiöse Erziehung und Bildung prägen als Prinzip die Gestaltung<br />
des Schullebens und bestimmen den Unterricht mit. Die Teilnahme am<br />
Religionsunterricht ist unverzichtbarer Bestandteil der ganzheitlichen<br />
Erziehung an der Schule. Angebote der Schülerseelsorge (Gottesdienste,<br />
religiöse Freizeiten, Jugendgruppen u. a.) dienen über den Unterricht<br />
hinaus der religiösen Erziehung. Katholische Schulen sind offen für<br />
das Anliegen der christlichen Ökumene.</p>
<p>4. Katholische Schulen bemühen sich besonders um benachteiligte<br />
Schüler, wobei nicht nur die wirtschaftlich-finanziellen<br />
Benachteiligungen, sondern auch die vielfältigen persönlichen und<br />
familiären Belastungen zu beachten sind.</p>
<p>(2) Katholische Schulen können ihren Auftrag nur in der gemeinsamen<br />
Verantwortung aller Beteiligten erfüllen. Das erfordert die<br />
Übereinstimmung von Lehrern, Eltern und Schülern in der Anerkennung<br />
der Zielsetzung und der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit<br />
sowie ihr vertrauensvolles Zusammenwirken untereinander und mit dem<br />
Schulträger.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Dokumentation</h3>
<p>Allein auf der Homepage der INITIATIVE sind bereits jetzt mehr Fälle sexuell motivierter Übergriffe/ sexuellen Missbrauchs, mehr Betroffene und das Fehlverhalten von mehr damaligen und heutigen Ordensmitgliedern dokumentiert als seit Februar 2010 von Seiten des Ordens. In Anbetracht der begrenzten Möglichkeiten der INITIATIVE wird doch recht deutlich, wie nötig eine proaktive, ermittelnde und umfassende Aufklärung gewesen wäre und weiterhin ist.</p>
<p>Hinzu kommen noch Betroffene, die hier keine öffentliche Dokumentation ihres Falles wünschten und weitere, die zu anderen Stellen und Ansprechpartnern Kontakt aufgenommen haben und nicht mit der INITIATIVE in Verbindung stehen. Zudem ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.</p>
<p>Auch die unzufriedenstellende Aufklärungsarbeit und die Ablehnung aller konstruktiven Vorschläge hierzu ist dokumentiert. Bis heute hat der Orden auf kein Gesprächsangebot der INITIATIVE positiv reagiert, geschweige denn Kontakt aufgenommen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Ausführlicher Kommentar zur Regelung der DBK und DOK zur Entschädigung von Missbrauchsopfern auf NetzwerkB:</h3>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/03/21/kommentierung-der-regelung%C2%B4-der-dbk-zur-entschadigung-von-missbrauchsopfern/" target="_blank">http://netzwerkb.org</a></p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Regelung der DBK und DOK zur Entschädigung von Missbrauchsopfern</h3>
<p>Die Richtlinen der DBK UND DOK  zementieren die nach wie vor nicht  erwünschte umfassende Aufklärung und Aufarbeitung der Vergangenheit.  Ermittlungen, offensive Aufklärung durch übergeordnete Gremien und  Instanzen sind nicht vorgesehen. Die Ordensobernkonferenz ist eine  Interessensvertretung der Orden, nicht der Betroffenen.</p>
<p>Aufklärung und Berichterstattung liegen nach wie vor in Händen der  Orden und ihrer Oberen. Keine staatliche, keine kirchliche Behörde oder  Instanz fordert Rechenschaft oder ist weisungsbefugt. Je schwerwiegender  und zahlreicher die Übergriffe sind, je mehr Täter es gibt und je  größer das Wissen darum bei Verantwortlichen und Oberen, desto geringer  ist das Interesse an Aufklärung, Information der Öffentlichkeit und  Ermutigung an die Adresse der Betroffenen, sich zu melden.</p>
<p>Mit der Vereinzelungsstrategie, in Form eines Formulars sowie der  Zahlung einer Summe, die nicht einmal Symbolcharakter haben kann (das  gibt die Portokasse her, somit der Steuerzahler), soll der Deckel auf  die Vergangenheit.</p>
<p>Es wird andernorts darüber diskutiert, in welcher Form und welcher Höhe Entschädigung, Wiedergutmachung und Anerkennung erfolgen soll. Am  Gymnasium Johanneum in Homburg/Saar ist noch nicht einmal ansatzweise  aufgeklärt worden, außer von den Betroffenen selbst. Verantwortlich will  sich keiner der damals wie auch heute noch Verantwortlichen zeigen. Die  unveränderte  Darstellung findet sich nach wie vor auf der Homepage des  Ordens. Aber die Formulare und den Hinweis auf den Download finden  Einzelne schon im Briefkasten mit der Bitte, sie an andere Betroffene  weiterzuleiten.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Kommunikation</h3>
<p>Dass die Aufklärung und Aufarbeitung keine leichte Aufgabe sein würde, ist allen Beteiligten im Laufe des letzten Jahres schmerzlich bewusst geworden. Wir bedanken uns für die Bemühungen des Schulelternbeirates, der Elternvertretung, des Schulvereins, der Schulleitung sowie des Bistums Speyer.</p>
<p>Zu unserem Bedauern ist bisher kein offenes Gespräch der Betroffenen mit den Verantwortlichen zustande gekommen, das zur Klärung hätte beitragen können. Dies mag auch auf die wenig zufriedenstellende Art und Weise der Kommunikation insgesamt zurückzuführen sein.</p>
<p>Der INITIATIVE ist wie bereits formuliert, weiterhin an einem konstruktiven Gespräch in einem angemessenen Rahmen gelegen, ähnlich wie es der Ombudsmann des Bistums Speyer bereits vorgeschlagen hat. Die Rahmenbedingungen hierfür müssten vorab geklärt werden.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Wissen</h3>
<p>Der Orden hat immer betont, er habe erst im Februar 2010 von Missbrauchsfällen erfahren. Da sprach er noch von zwei Tätern. In dem Bericht des Herrn Feltes war die Rede von 6 Fällen. Bereits vor dem Gespräch in Speyer im Oktober 2010 hätten die Verantwortlichen des Ordens wissen müssen, dass diese Darstellung nicht aufrecht zu erhalten ist. Ganz sicher danach. Es wurde deutlich darauf hingewiesen. Und spätestens jetzt weiß er es genau, auch wenn erst ein Teil der Berichte und Aussagen einsehbar ist. Wäre es nicht allerspätestens jetzt an der Zeit, eine neue Richtung einzuschlagen?</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Strukturprobleme</h3>
<p>Der Orden verweist auf die Hotlines der Kirche sowie der Bischofskonferenz, wohlwissend, dass deren Zuständigkeit aus kirchenrechtlichen Gründen nicht gegeben ist. Alle genannten Möglichkeiten, die Aufforderung der Bistümer an Betroffene, sich zu melden, münden in der Erkenntnis: Niemand will zuständig sein. Eine dem Orden der Hiltruper Missionare übergeordnete Instanz gibt es allenfalls mit der Glaubenskongregation, der Religionskongregation sowie dem Generalat der Herz-Jesu-Missionare, allesamt in Rom. Auch die wiederholten und konstruktiven Vermittlungsbemühungen des Bistums Speyer lässt der Orden im Wissen darum scheitern.</p>
<p>Bei anderen Institutionen gab es umfangreiche Ermittlungen, fundierte Berichte und es wurden runde Tische für Gespräche mit den Betroffenen eingerichtet. Die angebotenen Einzelgespräche mit Betroffenen können hier nicht mehr die Lösung sein.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Alles “erdenklich Mögliche”</h3>
<p>zu tun, um die Missbrauchsfälle in vollem Umfang aufzuklären, versprach der Provinzial des Ordens, Herr Pater Werner Gahlen, Anfang des Jahres 2010. Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen kündigte er an. Hilfsangebote an Betroffene gab es bisher nicht. Eine umfassende Aufklärung gab es auch nicht</p>
<p>Das Denkbare ist offensichtlich ganz schnell und gründlich an seine Grenzen gestoßen. Nicht bei den Betroffenen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Prüfung der Aussagen</h3>
<p>Herr Basler, früher Rechtsanwalt des Ordens, seit August 2010 zusammen mit Pater Gahlen Geschäftsführer des Johanneums Homburg, zu den für ihn unvorstellbaren Vorwürfen: „Ich will niemandem etwas unterstellen, aber man muss auch die Vorwürfe, die erhoben werden, daraufhin überprüfen, ob wirklich etwas dahinter steckt oder ob jemand sein Mütchen kühlen will.“</p>
<p><a href="http://www.sr-online.de/sr3/1668/1046234.html" target="_blank">http://sr-online.de</a></p>
<p>Die Initiative begrüßt die Einstellung des Rechtsanwaltes des Ordens und unterstützt den Vorschlag einer intensiven Prüfung der Vorwürfe. Auch ihr ist seit über einem Jahr an einer umfassenden Aufklärung und eingehenden Prüfung aller Aussagen durch eine beiderseits autorisierte dritte Person sehr gelegen, wie dem  <a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=214" target="_blank">Schreiben der Intiative vom 11.11.2010</a> zu entnehmen ist.</p>
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<h3>Aufklärung</h3>
<p>Johanneum will Missbrauchsfälle aufklären</p>
<p><a href="http://initiative-ehemaliger-johanneum-homburg.de/?page_id=115#25.2.10">Pressespiegel 25.Februar 2010</a></p>
<p>Etwas über ein Jahr ist dies nun her und es ist kein Zufall, dass die Seite der Initiative Ehemaliger just an diesem Kalendertag ans Netz ging. Ein Kommentar erübrigt sich.</p>
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<h3>Strategie</h3>
<p>„Meine (nicht leicht einzuhaltende) Strategie: aussitzen“.</p>
<p>So Hartmut von Hentig in einem Brief, zitiert aus:</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub79FAD9952A1B4879AD8823449B4BB3/Doc~E653573E9FFE84800BBF8A5270161CC6B~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">http://www.faz.net</a></p>
<p>Die gleiche Strategie wurde dem Orden augenscheinlich von Beginn an von seinem Berater empfohlen. Der Orden sollte darüber nachdenken, ob er da so gut beraten wurde. Der bei den Betroffenen längst vollzogene Perspektivwechsel ist offenbar noch nicht verstanden worden.</p>
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<h3>Aufklärungsarbeit</h3>
<p>Herr Pater Dr. Kleer (MSC) verweist darauf, der Orden habe einen eigenen, externen und neutralen Ermittler bestellt. Dieser stand für nicht ganz drei Monate als telefonischer Ansprechpartner zur Verfügung. Die Telefonnummer konnte man über das Johanneum erfragen und auf der Homepage des Ordens finden.</p>
<p>Wie auch die Elternvertretung des Johanneums in ihrem offenen Brief formuliert hat, so hatten auch wir eine wesentlich offensivere Strategie mit dem Ziel der Aufklärung erwartet. Es gab keine aktive Aufforderung an Ehemalige, sich zu melden. Die Schule selbst zeigte keinerlei Reaktion und beteiligte sich in keiner Weise an der Aufklärung. Die Erkenntnisse des Missbrauchsbeauftragten in Trier, des Missbrauchsbeauftragten in Münster, von Wir sind Kirche, der Intiative Kirche von unten sowie die Informationen aus Rundfunk, Presse und Fernsehen wurden nicht zusammengefasst. Insbesondere wurden auch unsere Aussagen beim Ombudsmann des Bistums Speyer und beim Generalvikar Herrn Dr. Jung nicht berücksichtigt. Wir wurden niemals aufgefordert unsere Erlebnisse zu berichten. Bis heute wurden unsere Aussagen nicht zur Kenntnis genommen. Es wurde uns nicht ermöglicht mit den Personen in Kontakt zu treten, die sich bei Herrn Feltes gemeldet haben. Ein runder Tisch für Betroffene wurde nicht eingerichtet.</p>
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<h3>Betroffene und Täter</h3>
<p>Seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle am Johanneum spricht der Orden von ausschließlich zwei Tätern und seit dem sog. Abschlussbericht von ausschließlich 6 Betroffenen.</p>
<p>Allein bei uns haben sich mehr Betroffene der Jahrgänge ab 1958 gemeldet, als bei dem Ansprechpartner des Ordens. Es liegen Vorwürfe gegen wesentlich mehr Patres und Brüder vor, die zum Teil öffentlich eingestanden wurden. Unter Anderem wird der ehemalige Pater der Herz-Jesu-Missionare und ehemalige Internatspräfekt, der eingestand, in den 1980ern eine wie er es nannte „einvernehmliche Beziehung“ mit einem minderjährigen Schutzbefohlenen gehabt zu haben, ebensowenig „mitgezählt“ wie ein weiterer bereits verstorbener Täter (die Presse berichtete). Auch dazu schweigt der Orden bisher. Besteht ein systematischer Zusammenhang zwischen Schweigen und Verschweigen? Das Verfahren gegen oben Genannten wurde aufgrund der Verjährung eingestellt. Vorübergehend suspendiert wurde er durch Herrn Bischof Ackermann rehabilitiert und übt zwischenzeitlich wieder das Amt des Gemeindepfarrers aus.</p>
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<h3>Das interne Wissen des Ordens</h3>
<p>In der anfänglichen und bis heute unveränderten Stellungnahme zu den Missbrauchsfällen spricht der Orden davon, erst im Februar 2010 habe man innerhalb des Ordens von Missbrauchsfällen erfahren.</p>
<p>Wir können dokumentieren, dass es ein Wissen darüber im Orden seit Beginn der 1980er Jahre gab und bis heute im Orden Verantworliche über dieses Wissen verfügten. Unter anderem ist bis heute offiziell nicht geklärt, wer der Oberen für die Rückversetzung eines damals auch innerhalb des Ordens bereits bekannten Täters nach Homburg verantwortlich war.</p>
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<h3>Distanzierung</h3>
<p>Die Initiative fordert eine Distanzierung des Ordens von dem am 21.März  2010 in Faznet veröffentlichen Artikel von einem der Täter und Mitglied  des Ordens. (s.u.) Aufgrund der Aussagen Betroffener bei uns und in Speyer sowie auf  Grundlage des Berichtes von Herrn Feltes handelt sich unserer Auffassung  nach nicht um vereinzelte Fälle, sondern um teilweise schwere sexuelle  Übergriffe an etlichen Kindern und Jugendlichen in einer Vielzahl von  Fällen. Auch in diesem Fall musste das Strafverfahren aufgrund der  Verjährung eingestellt werden. Wir wenden uns entschieden gegen die verharmlosende Darstellung des Täters mit Billigung des Ordens. Der Begriff Kampagne ist in diesem Zusammenhang fehl am Platz. Eine Kampagne gab und gibt es nicht, lediglich die Aufklärungsbestrebungen Betroffener. Im Gespräch mit dem Provinzial am 27.11. 2010 wurde das bereits zur Sprache gebracht. Bis heute hat sich der Orden nicht von dieser Darstellung distanziert.</p>
<p>Ich habe sie gern gehabt</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub79FAD9952A1B4879AD8823449B4BB367/Doc~EBDF61867DE8F4EECAFA548CE0A423138~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">http://www.faz.net</a></p>
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<h3>Kritik der Initiative am sog. Abschlussbericht des Ordens<span style="font-family: Arial Black,sans-serif;"> </span></h3>
<p>Am 11.September 2010 legte der Orden in Form einer Pressekonferenz einen „Abschlussbericht“ vor, der in seinen Grundaussagen auf der Website des Ordens (siehe unten) zusammengefasst wurde. Der &#8220;Abschlussbericht&#8221; des Herrn Feltes wurde nur einem sehr kleinen Kreis Pressevertretern vorgestellt und war und ist nirgendwo öffentlich einsehbar.</p>
<p>Der Darstellung des Ordens, „die Opfer“ hätten sich bei dem vom Orden eingesetzen„neutralen Ermittler“, dem ehemaligen Richter Franz-Josef Feltes, gemeldet, ist ebenso zu widersprechen, wie der Behauptung, es sei ausschließlich von 6 Fällen und zwei Tätern die Rede gewesen.</p>
<p>Richtig ist, dass nur ein geringerer Teil der sich bisher gemeldeten Betroffenen mit Herrn Feltes Kontakt aufnahmen. Andere wandten sich – zum Teil aus Misstrauen gegenüber den Aufklärungswillen des Ordens – an den Ombudsmann der Diözese Speyer oder andere kirchliche Stellen. Der Bericht des Ordens bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Gespräche von Herrn Feltes, berücksichtigt dagegen weder die Aussagen aus unserer Initiative noch aber die auch durch die Presse bekannt gewordenen und zum Teil kirchlicherseits öffentlich eingestandenen Erkenntnisse über Opfer, Täter und Verantwortliche in keinster Weise. Ein internes Wissen über die Vorgänge vor 2010 leugnet der Orden bis heute. Herr Feltes stand nach Angabe des Ordens für weniger als drei Monate als telefonischer Ansprechpartner zur Verfügung. Eine ermittelnde Tätigkeit übte er nicht aus.</p>
<p>Spätestens nach dem Treffen des “Johanneumskreises” mit dem Provinzial der Herz-Jesu-Missionare im Oktober 2010 unter Moderation des Ombudsmannes und im Beisein des Generalvikars der Diözese Speyer hätte auch diese Stellungnahme einer gründlichen Überarbeitung bedurft. So wird in der Stellungnahme auf der Webseite des Ordens weiter der Anschein erweckt, die Personen des “Johanneumskreises” seien identisch mit der Personengruppe, die sich bei Herrn Feltes gemeldet habe. Das entspricht ebenfalls nicht den Tatsachen und wurde mehrfach angemahnt.</p>
<p>Nachfolgend dokumentieren wir beide Erklärungen des Ordens. Nach wie vor wird von zwei Tätern und 6 Betroffenen gesprochen.</p>
<p>Missbrauchsfälle am Johanneum</p>
<p>Quelle: <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.hiltruper-missionare.de/missbrauchsfaelle.html" target="_blank">http://www.hiltruper-missionare.de</a></span></span></p>
<p>Am 7. September 2010 gab es in Homburg/Saar einen Abschlussbericht zu den Missbrauchsfällen am Johanneum. Der vom Orden eingesetzte externe Ermittler, ehemaliger Richter am Landgericht, hat über seine Gespräche mit den Missbrauchsopfern oder deren Angehörigen informiert. Er hat mehrere Monate als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden. Insgesamt war die Rede von sechs Fällen.</p>
<p>Pater Provinzial Werner Gahlen hat bei der Gelegenheit vor Presse, Funk und Fernsehen bei den Opfern noch einmal um Entschuldigung gebeten.</p>
<p>Am 27. Oktober hat er sich zusammen mit einem anderen Mitbruder mit den Opfern in Speyer getroffen.</p>
<p>______________________________________________________________________________</p>
<h3>Kritik der Initiative an der Darstellung des Ordens in der Öffentlichkeit</h3>
<p>Der Darstellung auf der Website des Johanneums seit Februar 2010 durch den Orden der Hiltruper Missionare widersprechen wir.</p>
<p>Unseres Erachtens wird weder dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Stellungnahme über Anzahl der Täter und Opfer, noch dem Wissen innerhalb der Ordensgemeinschaft darüber, bereits seit spätestens 1981, Rechnung getragen.</p>
<p>Erklärung zu den Missbrauchsfällen</p>
<p>Quelle: <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.johanneum-homburg.de%2Findex.php%3Fid%3D957" target="_blank">http://www.johanneum-homburg.de/index.php?id=957</a></span></span></p>
<p>Liebe Freunde der Herz-Jesu-Missionare der norddeutschen Provinz,</p>
<p>seit Februar 2010, wissen auch wir, dass Mitbrüder aus unserer Kommunität in Homburg/Saar in Missbrauchsfällen an Kindern verwickelt waren. Zwei Mitbrüder haben ihre Schuld eingestanden und sich der Staatsanwaltschaft bereits gestellt.</p>
<p>Im Namen der Herz-Jesu-Missionare der norddeutschen Provinz entschuldige ich mich für das, was uns anvertrauten Kindern durch Mitbrüder von uns angetan worden ist.</p>
<p>Wir alle empfinden darüber tiefe SCHAM.</p>
<p>Die Arbeit mit und an Jugendlichen gehörte über viele Jahrzehnte zu unserem besonderen Aufgabenbereich, in deren Tradition viele Patres und Brüder Hervorragendes geleistet haben.</p>
<p>Empfinden und Selbstbewusstsein unserer Gemeinschaft haben jetzt schweren Schaden genommen.</p>
<p>Bedanken möchte ich mich für die vielen Solidaritätskundgebungen in Wort und Schrift, die auch heute noch unseren Einsatz für Kirche und Gesellschaft anerkennen und schätzen.</p>
<p>Die Aufarbeitung der verletzenden Geschehnisse wird unseren ganzen Einsatz fordern. Dazu bitten wir um Ihr begleitendes Gebet.</p>
<p>Wie die deutsche katholische Kirche (Bischof Ackermann / Trier) eine Notrufnummer für Betroffene herausgegeben hat, so haben auch die deutschen Ordensgemeinschaften eine solche Adresse herausgegeben.</p>
<p>Die Adresse unseres Ansprechpartners lautet:</p>
<p>Franz Josef Feltes</p>
<p>Uhlandstraße 3</p>
<p>67661 Kaiserslautern</p>
<p><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/mail/new?CUSTOMERNO=63676556&amp;t=de1166310922.1298184311.c18b39ba&amp;to=E-Mail%3Ajosef_feltes%40yahoo.de">E-Mail:josef_feltes@yahoo.de</a></span></span></p>
<p>Für die norddeutsche Ordensprovinz</p>
<p>Pater Werner Gahlen MSC</p>
<p>Provinzial</p>
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